Bernstein Research hat die Bewertung von E.ON am Mittwoch mit der Einstufung „Outperform“ und einem Kursziel von 20,20 Euro wieder aufgenommen. Die Aktie schloss am Freitag bei 18,50 € und damit unter der Zielmarke des Analysehauses.
Einfacheres Steuerungsmodell in Arbeit
E.ON bestätigte am Dienstag, an einem einfacheren Steuerungsmodell für das Zusammenspiel zwischen Konzernzentrale und operativen Einheiten zu arbeiten. Konkrete Entscheidungen seien noch nicht getroffen worden; erste Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen hätten begonnen.
Medienberichten vom 19. Oktober zufolge wird intern ein Sparprogramm unter dem Namen „Polaris“ beraten. Dabei stehen mögliche Kostensenkungen von 20 bis 25 Prozent im Raum. E.ON erklärte dazu, dass konkrete Entscheidungen noch ausstünden.
Daneben betrifft ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm die Fernwärmeversorgung: Das Gericht erklärte Preisklauseln der E.ON Energy Solutions GmbH in drei Versorgungsgebieten für unwirksam. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Berechnung zu Heizkosten und nächster Zahlentermin
Am Mittwoch veröffentlichte E.ON außerdem eine Berechnung zur Heizperiode 2026/2027. Darin beziffert das Unternehmen das mögliche Einsparpotenzial eines Umstiegs von Gasheizungen auf Wärmepumpen bei selbst genutzten Einfamilienhäusern.
Nach Angaben von E.ON könnten rund 5,9 Millionen solcher Häuser durch den Wechsel zusammen rund drei Milliarden Euro Heizkosten sparen. Die Berechnung bezieht sich damit auf einen möglichen Heizungswechsel in dieser Gebäudegruppe, nicht auf bereits realisierte Einsparungen.
Als nächster Termin für die Geschäftszahlen ist der 11. November 2026 angegeben. Dann steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 an.
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