JPMorgan hat E.ON am Donnerstag mit „Overweight“ und einem Kursziel von 21,70 Euro bestätigt. Analyst Pavan Mahbubani begründete die positive Einschätzung mit der verschobenen Festlegung zur Kapitalverzinsung von Gasnetzen. Die nächsten Quartalsergebnisse veröffentlicht E.ON am 11. November 2026.

Die Bundesnetzagentur hatte am Donnerstag die Festlegung zur pauschalen Gesamtkapitalverzinsung Gas auf 2027 verschoben. Dabei will die Behörde auch die Kapitalmarktdaten des Kalenderjahres 2026 berücksichtigen. JPMorgan wertete die Verschiebung als positiv für Stromnetzbetreiber.

Partnerschaft für Anwendungen im Netzbetrieb

E.ON, enviaM und NEURA Robotics vereinbarten am Donnerstag eine Partnerschaft zur Entwicklung von Physical-AI-Anwendungen für die Energieinfrastruktur. Als Pilotpartner ist MITNETZ STROM vorgesehen. Erste praktische Erfahrungen im Netzbetrieb werden 2027 erwartet.

Damit benennt die Kooperation bereits einen konkreten Einsatzbereich und einen Pilotpartner; die praktischen Erfahrungen stehen allerdings noch aus. Gegenstand der Vereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung der Anwendungen für die Energieinfrastruktur.

Vollstreckungsantrag gegen Spanien

Medienberichten vom Donnerstag zufolge beantragt E.ON bei einem US-Bundesgericht die Vollstreckung eines Schiedsspruchs gegen Spanien über 314,4 Millionen €. Zusätzliche Zinsen sind in diesem Betrag noch nicht enthalten.

Dem Schiedsspruch liegt ein Streit über Kürzungen bei Förderungen erneuerbarer Energien zugrunde. E.ON zufolge hat Spanien bislang nicht gezahlt. Der Antrag richtet sich auf die gerichtliche Vollstreckung des bereits ergangenen Schiedsspruchs.

Am Freitag fiel die E.ON-Aktie um 1,5%. Für Anleger steht mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 11. November 2026 der nächste bestätigte Unternehmenstermin an.