EchoStar steht nach dem Sprung in den S&P 500 unter genauer Beobachtung. Neben einer umfassenden Schuldenrestrukturierung treibt vor allem die milliardenschwere Beteiligung an SpaceX die Fantasie der Anleger an. Während das operative Geschäft noch mit Rentabilitätsproblemen kämpft, positioniert sich das Unternehmen als strategischer Akteur im Satellitenmarkt.
Schuldenschnitt und Index-Aufstieg
Der jüngste Erfolg bei der Restrukturierung der DISH-Verbindlichkeiten verschafft EchoStar dringend benötigte Luft. Über 82 Prozent der Anleihegläubiger unterstützen das neue Abkommen, das die Gesamtschulden um rund 1,6 Milliarden US-Dollar senken soll. Bereits Mitte März leistete das Unternehmen eine Rückzahlung in gleicher Höhe. Dieser Schritt gilt als entscheidende Voraussetzung, um die festgefahrenen Fusionsgespräche mit dem Konkurrenten DirecTV wiederzubeleben.
Zusätzliche Stabilität erfährt der Titel durch die Aufnahme in den S&P 500 zu Beginn dieser Woche. Passive Indexfonds mussten die Aktie in ihre Portfolios aufnehmen, was einen strukturellen Kaufdruck erzeugte. Allerdings bleibt die Skepsis am Markt hoch: Die Leerverkaufsquote liegt weiterhin bei beachtlichen 21,5 Prozent.
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Die Wette auf Elon Musk
Ein wesentlicher Treiber für die Bewertung ist die enge Verknüpfung mit SpaceX. EchoStar hält SpaceX-Aktien im Wert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar – ein Resultat aus dem Verkauf von Funkfrequenzen an das Raumfahrtunternehmen. Angesichts der angestrebten Bewertung von SpaceX in Höhe von 1,75 Billionen US-Dollar wird EchoStar von Analysten zunehmend als indirektes Vehikel betrachtet, um am Wachstum des Raketenbauers teilzuhaben.
Reicht die Entschuldung um 1,6 Milliarden US-Dollar aus, um die tiefroten Margen nachhaltig zu stabilisieren? Aktuell belasten negative EBIT-Margen von über 124 Prozent das Zahlenwerk, obwohl der Umsatz mit 3,8 Milliarden US-Dollar die Erwartungen leicht übertraf. Auch die Insiderverkäufe von CEO Hamid Akhavan und COO John Swieringa Anfang März sorgten für Gesprächsstoff, wenngleich das Management weiterhin über 55 Prozent der Anteile kontrolliert.
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Analysten uneins
Trotz der strategischen Fortschritte notiert die Aktie heute mit einem Minus von 7,69 Prozent bei 96,00 Euro. Damit entfernt sich das Papier weiter von seinem 52-Wochen-Hoch bei 113,00 Euro, das erst im Januar erreicht wurde.
Die Einschätzungen der Wall Street gehen weit auseinander. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 134,17 US-Dollar. Während Williams Trading mit einem Ziel von 158 US-Dollar sehr optimistisch bleibt, setzt Morgan Stanley den fairen Wert lediglich bei 110 US-Dollar an. Deutsche Bank stuft den Titel derweil mit „Buy“ und einem Ziel von 131 US-Dollar ein.
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