B.Riley hat am Freitag die Coverage für eGain mit einem „Neutral“-Rating aufgenommen und ein Kursziel von 10,50 Dollar ausgegeben. Das sitzt praktisch auf dem aktuellen Kursniveau von 10,54 Dollar – und deutlich unter dem Analystenhoch von 20 Dollar. Die Botschaft ist klar: Abwarten.
Das Unternehmen aus Sunnyvale bietet cloudbasierte Wissensmanagementsysteme für Kundenkommunikation an. Der Kern: Zentralisierung von Wissen, Richtlinien und Best Practices, damit KI-Systeme verlässliche Antworten liefern können. Die Bruttogewinnmarge liegt bei beachtlichen 71,6 Prozent bei einem Umsatz von 90,14 Millionen Dollar.
Starke Zahlen, schwache Marke?
B.Riley sieht eGain strategisch gut positioniert, um vom KI-Boom im Kundenservice zu profitieren. Die jüngsten Quartalszahlen für Q1 2026 überraschten positiv: Der Gewinn je Aktie lag mit 0,17 Dollar um 240 Prozent über den Erwartungen von 0,05 Dollar. Auch beim Umsatz übertraf das Unternehmen mit 23,5 Millionen Dollar leicht die Prognose von 23,47 Millionen Dollar.
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Das wiederkehrende Umsatzwachstum (ARR) hat zuletzt angezogen. Doch hier liegt auch der Haken: B.Riley will erst eine deutlichere Beschleunigung sehen, bevor die Analysten optimistischer werden. Zudem kämpft eGain mit einem rapidly evolving competitive landscape – die Konkurrenz im KI-gestützten Wissensmanagement wird härter. Ein weiteres Problem: mangelnde Markenbekanntheit gegenüber größeren Plattformanbietern.
London-Konferenz soll Stärke zeigen
Am 6. und 7. Mai 2026 richtet eGain die „Solve 26 London“-Konferenz im Sofitel London Heathrow aus. CEO Ashu Roy will dort zeigen, wie Unternehmen mithilfe von KI-gestütztem Wissensmanagement echten ROI erzielen – während viele mit dem „Produktivitätsparadoxon der KI“ kämpfen.
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Auf der Agenda stehen Erfolgsgeschichten von Kunden wie EE, die ihre Servicekosten um bis zu 75 Prozent gesenkt haben sollen. Vorgestellt werden außerdem neue Produktversionen wie der „AI Knowledge Hub“, „AI Agent“ und „Composer“. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings begrenzt.
Mit einem KGV von 8,64 und einem EV/EBITDA von 30,7 wirkt die Bewertung ambivalent. B.Riley hält die Aktie beim 14,5-fachen des 2027er-EBITDA für fair bewertet – solange das ARR-Wachstum nicht anzieht. InvestingPro stuft die Aktie als überbewertet ein. Die Bilanz zeigt allerdings Stärke: mehr Cash als Schulden.
Trotz eines Kursanstiegs von 60,9 Prozent im vergangenen Jahr erwarten Analysten für dieses Jahr sinkende Nettogewinne. Die nächsten Zahlen kommen am 5. Februar – dann dürfte sich zeigen, ob die AI-Story trägt oder die Bären Recht behalten.
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