Der australische Rüstungs- und Technologiekonzern Electro Optic Systems verzeichnet eine massive Geschäftsausweitung und blickt nach einem starken ersten Halbjahr deutlich optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte der ungeprüfte Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf rund 169 Millionen Dollar.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 284 Prozent. Getragen wird diese Entwicklung maßgeblich durch eine hohe Nachfrage im Bereich der Drohnenabwehr sowie die erfolgreiche Integration jüngster Zukäufe.

MARSS-Übernahme und neue Großaufträge

Ein wesentlicher Treiber für die Dynamik ist die abgeschlossene Übernahme von MARSS, die bereits kurz nach der Integration rund 188 Millionen Dollar an neuen Aufträgen beisteuerte. Das Systemhaus BAE Systems entschied sich zudem für die NiDAR C2-Plattform von MARSS, um diese in eine neue Generation von Drohnenabwehr-Lösungen zu integrieren.

Parallel dazu sicherte sich Electro Optic Systems bedeutende Neuaufträge für seine ferngesteuerten Waffensysteme der Typen Slinger und R400. Auch für das schwerere System R800 wurden zusätzliche Bestellungen gemeldet.

Medienberichten zufolge profitierte das Unternehmen darüber hinaus von einer Auszeichnung des australischen Verteidigungsministeriums. Ein Förderpreis des nationalen „Defence Accelerator“ soll die Weiterentwicklung der Fähigkeiten zur Drohnenbekämpfung unterstützen.

Der gesamte Auftragsbestand erreichte inklusive der MARSS-Beiträge mit 846 Millionen Dollar einen historischen Höchststand, während die liquiden Mittel zum Stichtag mit 256 Millionen Dollar angegeben wurden.

Erhöhte Jahresprognose und Vertrauensbeweis durch Insider

Angesichts der vollen Auftragsbücher hob das Management die Umsatzprognose für das Basisgeschäft im Gesamtjahr 2026 an. Die neue Zielspanne wird nun zwischen 280 Millionen und 300 Millionen Dollar erwartet. Bereits Ende Juli hatten erste Berichte über die Anhebung der Zielwerte für Kursgewinne gesorgt.

Am heutigen Dienstag notiert die Aktie bei 5,15 Euro, was einem Rückgang von 4,8 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Trotz dieses aktuellen Kursrückgangs weist das Papier auf Sicht von 30 Tagen ein deutliches Plus von 22 Prozent auf.

Zusätzliches Vertrauen signalisierten zuletzt Mitglieder des Direktoriums durch gezielte Aktienkäufe. Die Direktorin Kate Lundy erhöhte ihre direkte Beteiligung am 10. August im Rahmen eines Aktienkaufplans um 660 Stammaktien zu einem Preis von 8,00 Dollar je Anteil.

Am selben Tag erwarb die Direktorin Catherine Roberts eine erste indirekte Beteiligung von 1.500 Aktien über die Plattform Hub 24 zu einem Kurs von 9,52 Dollar. Am heutigen Dienstag stehen zudem weitere Termine im Rahmen einer Investorenpräsentation an, bei denen das Unternehmen zusätzliche Details zur operativen Entwicklung und dem Abschluss des vierten Quartals 2026 erläutern wird.