Starke klinische Daten treffen auf eine ambitionierte Bewertung. Eli Lilly hat mit seinem Blutkrebs-Medikament Jaypirca den vierten Phase-3-Erfolg in Serie eingefahren. Der Pharmakonzern baut damit sein Onkologie-Portfolio gezielt aus, während der Markt gebannt auf die nahenden Quartalszahlen blickt. Die Erwartungen an den US-Konzern sind enorm.
Benchmark in der Krebstherapie
Die jüngsten Ergebnisse der BRUIN CLL-322-Studie setzen eine neue klinische Marke. Das Krebsmedikament Jaypirca verbesserte in Kombination mit Venetoclax und Rituximab das progressionsfreie Überleben der Patienten signifikant. Bemerkenswert ist dabei das Studiendesign. Erstmals übertraf eine Phase-3-Studie in dieser Patientengruppe einen Kontrollarm, der bereits das Standardmedikament Venetoclax enthielt.
Die Resultate fielen über alle klinisch relevanten Untergruppen hinweg konsistent aus. Eli Lilly plant nun, die Daten bei den Zulassungsbehörden einzureichen, um eine zügige Erweiterung des Anwendungsbereichs zu erwirken.
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Boomendes Abnehmgeschäft trifft auf hohe Kosten
Die Onkologie-Fortschritte flankieren das explosive Wachstum im Bereich der Abnehmpräparate. Im vergangenen Jahr trieben Zepbound mit 13,5 Milliarden US-Dollar und Mounjaro mit knapp 23 Milliarden US-Dollar den Konzernumsatz um 45 Prozent nach oben.
Parallel dazu steigen allerdings die Ausgaben. Für das erste Quartal erwartet das Management eine Belastung von rund 584 Millionen US-Dollar durch übernommene Forschungs- und Entwicklungskosten. Das entspricht etwa 0,52 US-Dollar je Aktie. Der Markt muss das rasante Umsatzwachstum gegen die laufenden Deal- und Pipeline-Kosten abwägen.
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Bewertung als Bremsklotz
Trotz der operativen Erfolge tut sich der Aktienkurs schwer. Ein wesentlicher Grund dafür ist die sportliche Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 40 wird das Papier mit einem deutlichen Aufschlag zum breiten S&P 500 gehandelt, der im Schnitt bei 24 liegt.
Hinzu kommen politische Unsicherheiten. Mögliche Zölle auf Pharmaimporte und der Preisdruck durch die US-Regierung sorgen für Zurückhaltung bei Investoren. Auch die im Februar ausgegebene Umsatzprognose für 2026 von 80 bis 83 Milliarden US-Dollar blieb hinter den kühnsten Erwartungen der Wall Street zurück.
Am 30. April präsentiert Eli Lilly die Ergebnisse für das erste Quartal. Marktbeobachter werden dann neben den Verkaufszahlen der Abnehmpräparate auch die erste Marktaufnahme des neu zugelassenen Medikaments Foundayo analysieren. Die frischen Studiendaten zu Jaypirca liefern dem Management rechtzeitig ein starkes Argument, um die Abhängigkeit vom dominierenden GLP-1-Geschäft in der Investorenkommunikation zu relativieren.
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