Während Eli Lilly an der Börse neue Höhen ansteuert, nimmt ausgerechnet Cathie Woods ARK Gewinne mit. Der Fonds trennte sich am Freitag von einem Teil seiner Beteiligung. Zeitgleich hob ein weiteres Analysehaus sein Kursziel an.
ARK reduziert die Position
Über ihren ARKK-ETF verkaufte ARK am 30. Oktober 17.626 Lilly-Aktien im Wert von rund 24,2 Millionen Dollar. Es war die größte Einzeltransaktion des Tages. Der Schritt setzt eine Reihe von Verkäufen fort, mit denen ARK die Position zuletzt zurückgefahren hat.
Die Aktie schloss am Freitag 3,2 Prozent höher bei 1.417,54 Dollar. Nachbörslich ging es leicht weiter nach oben. Der Gesamtmarkt zeigte sich dagegen schwach: Die meisten anderen ARK-Titel verloren zwischen 5 und 10 Prozent, darunter Coinbase und Tempus AI. Lilly stach damit klar heraus.
Frei werdende Mittel investierte ARK unter anderem in Tempus AI, Coinbase und Circle. Marktbeobachter dürften den Lilly-Verkauf daher eher als Umschichtung nach dem starken Lauf denn als Votum gegen das Geschäftsmodell lesen. Das ist eine Interpretation, keine Aussage des Fonds.
Freedom Broker legt nach
Freedom Broker hob das Kursziel von 1.400 auf 1.600 Dollar und bleibt bei „Buy“. Die Analysten verweisen auf die Zahlen zum dritten Quartal, die die Konsensschätzungen übertrafen. Treiber ist die anhaltende Nachfrage nach GLP-1-Therapien. Auch das orale Präparat Foundayo (Orforglipron) startete laut Einschätzung kommerziell stark, und das Nicht-Inkretin-Portfolio übertraf die Erwartungen.
Lilly erzielte im Quartal einen Umsatz von 24,4 Milliarden Dollar, rund 1,9 Milliarden mehr als erwartet. Die Jahresprognose für 2026 liegt nun bei 91 bis 92 Milliarden Dollar, fast 10 Milliarden über der ursprünglichen Planung.
Mehrere Häuser zogen nach. Die Kursziele reichen inzwischen von 1.450 bis 1.650 Dollar:
- Bernstein: 1.450 Dollar (Outperform)
- Argus: 1.550 Dollar
- RBC Capital: 1.600 Dollar
- UBS: 1.625 Dollar
- BMO Capital: 1.650 Dollar
Die Aktie liegt damit knapp unter den meisten Zielen. Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 1,26 Billionen Dollar, auf Jahressicht steht ein Plus von 64 Prozent. Der Spielraum bis zu den höchsten Zielen beträgt gut 16 Prozent. Zum Wochenstart zeigt sich, ob weitere Gewinnmitnahmen großer Fonds den Kurs bremsen oder ob die Analystenanhebungen den Anstieg tragen.
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