Eli Lilly weitet den Kampf gegen Alzheimer aus. In einer neuen klinischen Studie testet der Pharmariese eine Wirkstoff-Kombination, die den Krankheitsverlauf deutlich stärker bremsen könnte. Parallel dazu belohnt der Konzern seine Aktionäre mit einer stabilen Dividende.
Doppelangriff auf das Vergessen
Die University of California startete diesen Monat die sogenannte ATP-Studie. Dabei kombinieren Forscher Lillys Antikörper Donanemab mit einem experimentellen Impfstoff gegen das Tau-Protein. Mehr als 800 Teilnehmer an 70 Standorten nehmen an der Untersuchung teil.
Wissenschaftler wollen herausfinden, ob das gleichzeitige Bekämpfen von Amyloid-Plaques und Tau-Ablagerungen den geistigen Abbau effizienter stoppt. Bisherige Therapien setzen meist nur an einem der beiden Merkmale an. Die Studie umfasst drei Gruppen: Donanemab allein, die Tau-Therapie solo oder beides im Paket.
Dividende und institutionelles Vertrauen
Finanziell untermauert der Konzern seine Ambitionen. Für das dritte Quartal 2026 schüttet Eli Lilly eine Dividende von 1,73 US-Dollar je Aktie aus. Die Zahlung erfolgt im September an alle Anleger, die Mitte August investiert sind.
Große Investoren bauen ihre Positionen massiv aus. Beispielsweise steigerte Fifth Third Bancorp seine Beteiligung im ersten Quartal um mehr als 300 Prozent. Mit einem Wert von rund 1,8 Milliarden Euro ist Eli Lilly dort nun die viertgrößte Position im Portfolio.
Marktlage und Wettbewerb
Die Aktie notiert aktuell bei 1.044,80 Euro und damit rund 20 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Auf Jahressicht verbuchten Anleger ein Plus von über 50 Prozent. Das Unternehmen profitiert neben der Alzheimer-Pipeline von der hohen Nachfrage nach seinen Abnehmmedikamenten Zepbound und Mounjaro.
Der Konkurrenzdruck im Pharma-Sektor wächst jedoch. Biogen und Eisai vermelden Fortschritte bei der Verabreichung ihrer Alzheimer-Mittel. In der zweiten Jahreshälfte 2026 stehen Ergebnisse für mehrere orale Therapiekandidaten anderer Firmen an. Diese Daten werden zeigen, ob Eli Lilly seine dominante Position gegen neue Darreichungsformen verteidigen kann.
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