Juli 2026 von 1.300 auf 1.385 US-Dollar angehoben und die Einstufung „Outperform“ bestätigt. Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund der für den 5. August erwarteten Ergebnisse für das zweite Quartal. Das Analystenhaus begründet den Optimismus mit dem Potenzial des Pharmaunternehmens, die Markterwartungen zu übertreffen und die Prognose für das Gesamtjahr anzuheben.
Der aktuelle Aktienkurs von Eli Lilly liegt bei 1.010,20 €, was einem Rückgang von 3,16 % gegenüber dem Vortag entspricht. Trotz dieses täglichen Minus weist der Titel seit Jahresbeginn eine positive Entwicklung von 9,58 % auf und notiert mit 16,31 % deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 868,54 €. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 928,54 Milliarden €.
Markteinführung von Foundayo und Konkurrenzkampf
Ein zentraler Fokus liegt auf dem Adipositas-Markt, in dem Eli Lilly mit seinem oralen GLP-1-Präparat Foundayo vertreten ist. Das Medikament, das ohne Nahrungsmittelbeschränkungen eingenommen werden kann, wird preislich zwischen 149 und 349 US-Dollar pro Monat angesiedelt. Daten für die 13. Woche nach der Markteinführung zeigen jedoch einen verhaltenen Start: Während Eli Lilly 19.550 wöchentliche Verschreibungen verzeichnete, kam das Konkurrenzprodukt von Novo Nordisk (Wegovy in Tablettenform) zum gleichen Zeitpunkt auf 105.000 Verschreibungen.
In klinischen Phase-3-Studien erreichte Foundayo bei der höchsten Dosierung einen Gewichtsverlust von 12,4 % über 72 Wochen. Damit liegt die Wirksamkeit zwar unter den Werten injizierbarer Therapien wie Zepbound, das einen Gewichtsverlust von rund 20 % ermöglicht, bietet Patienten jedoch eine bequemere Darreichungsform. Zur Stärkung der Marktposition hat der Gesundheitsdienstleister CVS Health die Abdeckung für Zepbound wiederhergestellt und Foundayo in seine Standard-Versicherungspläne aufgenommen. Zudem ermöglicht das Medicare GLP-1 Bridge-Programm Patienten den Zugang zu diesen Medikamenten für monatlich 50 US-Dollar.
Starke Quartalszahlen und Ausblick auf August
Für das zweite Quartal erwartet der Marktkonsens einen Umsatz von 20,6 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 7,67 US-Dollar. Diese Schätzungen folgen auf ein starkes erstes Quartal 2026, in dem Eli Lilly einen Umsatz von 19,8 Milliarden US-Dollar erzielte — eine Steigerung um 55,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EPS lag im ersten Quartal bei 8,55 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 6,97 US-Dollar deutlich.
Wesentliche Treiber dieses Wachstums sind die Medikamente Mounjaro mit einem Umsatz von 8,66 Milliarden US-Dollar (+125 %) und Zepbound mit 4,16 Milliarden US-Dollar (+80 %). Für das Gesamtjahr 2026 gibt das Unternehmen eine EPS-Guidance zwischen 35,50 und 37,00 US-Dollar aus. Parallel dazu investiert Eli Lilly massiv in die Forschung und Entwicklung. Das in der Phase 3 befindliche Retatrutid (TRIUMPH-1-Studie) zeigte in einer Dosierung von 12 mg einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 28,3 % über einen Zeitraum von 80 Wochen.
Analysten-Konsens und institutionelle Bewegungen
Neben Bernstein zeigen sich auch andere Investmenthäuser zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Aktie. UBS beziffert das Kursziel auf 1.425 US-Dollar mit einer Kaufempfehlung, während die Bank of America ein Ziel von 1.334 US-Dollar nennt. Guggenheim erhöhte das Kursziel zuletzt auf 1.273 US-Dollar. Der Durchschnitt von 30 Analysten liegt laut MarketScreener India bei 1.254,07 US-Dollar.
Auf institutioneller Ebene gab es im ersten Quartal 2026 signifikante Umschichtungen. Hillsdale Investment Management erhöhte seine Position an Eli Lilly um 45,4 % auf 8.512 Aktien. Calamos Advisors baute den Anteil um 13,2 % auf insgesamt 308.497 Aktien aus. Im Gegensatz dazu reduzierte die Principal Financial Group ihre Beteiligung um 3,4 % auf rund 1,23 Millionen Anteile. Das 52-Wochen-Hoch der Aktie wurde am 29. Juni 2026 bei 1.095,00 € markiert, wovon der Kurs aktuell rund 7,74 % entfernt ist. Das 52-Wochen-Tief lag am 8. August 2025 bei 537,00 €.
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