Die FDA-Entscheidung zu Orforglipron rückt näher — bis zum 10. April soll das Votum fallen. Doch während die Anleger auf diesen Termin starren, baut Eli Lilly im Hintergrund bereits an der nächsten Wachstumswelle: Retatrutide, ein Dreifach-Agonist mit beeindruckenden Phase-3-Daten, könnte das Unternehmen langfristig noch stärker positionieren als der bevorstehende Zulassungserfolg.
Retatrutide: Drei Wirkmechanismen, ein Ziel
Das Wirkprinzip hinter Retatrutide ist ungewöhnlich: Das Molekül kombiniert GLP-1, GIP und Glucagon in einem einzigen Wirkstoff. In der TRANSCEND-T2D-1-Studie senkte es den HbA1c-Wert um bis zu 2,0 Prozentpunkte und reduzierte das Körpergewicht um bis zu 16,8 Prozent gegenüber Placebo — alle primären und sekundären Endpunkte wurden erreicht.
Lilly erwartet 2026 Daten aus sechs weiteren Phase-3-Studien zu Retatrutide, darunter die verbleibenden Zulassungsstudien für das TRIUMPH-Adipositas-Programm und das TRANSCEND-Diabetes-Programm. Zulassungsanträge für Adipositas und Kniearthrose sind ebenfalls noch für dieses Jahr geplant.
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Orforglipron: Milliardenpotenzial in Tablettenform
Die Tablette könnte Eli Lilly einen strukturellen Vorteil gegenüber Novo Nordisk verschaffen. Anders als das bereits auf dem Markt befindliche orale GLP-1-Präparat des dänischen Konkurrenten verlangt Orforglipron keine strengen Nüchternheitsregeln am Morgen. Zudem fallen Produktion und Lagerung günstiger aus als bei injizierbaren Alternativen.
Analysten von Evaluate prognostizieren bis 2032 einen Jahresumsatz von 11,8 Milliarden Dollar. Lilly plant den US-Launch für das zweite Quartal 2026, parallel läuft die Zulassungseinreichung für Typ-2-Diabetes.
Starkes Fundament, gedämpfte Kursentwicklung
Die Geschäftszahlen sprechen für sich: 2025 erzielte Lilly einen Umsatz von 65,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mounjaro verdoppelte seinen Umsatz nahezu (+99 Prozent), Zepbound legte sogar um 175 Prozent zu. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar.
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Trotzdem hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Das Konsensziel der Analysten liegt bei gut 1.221 Dollar — 25 der letzten 30 Ratings sind Kaufempfehlungen, Morgan Stanley bekräftigte zuletzt sein Buy-Rating.
Gegenwind bei Preisen und Wettbewerb
Nicht alles läuft reibungslos. Preiszugeständnisse im Rahmen staatlicher Zugangsprogramme und niedrigere Medicaid-Preise dürften das Wachstum 2026 im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich belasten. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb: Structure Therapeutics veröffentlichte Mitte März vielversprechende Phase-2-Daten für einen eigenen oralen GLP-1-Kandidaten mit möglicherweise besserem Nebenwirkungsprofil.
Der globale Markt für Adipositas-Medikamente soll bis 2035 auf 150 Milliarden Dollar anwachsen. Groß genug für mehrere Gewinner — aber nur für jene, die klinisch und kommerziell liefern. Für Lilly beginnt dieser Beweis spätestens am 10. April.
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