Eli Lilly Aktie: Schleichender Rückschritt?

Eli Lilly erhält schnelle FDA-Freigabe für Abnehmpille Foundayo, doch Konkurrent Novo Nordisk startet Gegenkampagne. Analysten reduzieren Umsatzerwartungen deutlich.

Eli Lilly Aktie
Kurz & knapp:
  • Schnellste FDA-Zulassung seit 2002 für Foundayo
  • Novo Nordisk attackiert mit Vergleichsstudien
  • Analysten kürzen Umsatzprognosen drastisch
  • Marktstart über LillyDirect ab 6. April

Eli Lilly feiert einen historischen Meilenstein bei der FDA-Zulassung seiner neuen Abnehmpille Foundayo. Allerdings wird die Freude über das Rekordtempo der Behörde sofort getrübt. Konkurrent Novo Nordisk feuert mit einer gezielten Datenkampagne dagegen, während Analysten ihre Umsatzprognosen für das Medikament deutlich zusammenstreichen.

Datenkrieg mit Novo Nordisk

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat Foundayo über ein neues Prioritätenprogramm in nur ein bis zwei Monaten durchgewinkt – die schnellste Zulassung seit dem Jahr 2002. Novo Nordisk reagierte umgehend auf diesen Erfolg. Der dänische Rivale veröffentlichte einen studienübergreifenden Vergleich, der der eigenen Wegovy-Pille eine um 3,2 Prozentpunkte höhere Gewichtsabnahme attestiert. Zudem zeigten die Daten ein 14-fach höheres Risiko für einen Therapieabbruch bei Foundayo aufgrund von Nebenwirkungen.

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Eli Lilly hält mit dem Argument der Alltagstauglichkeit dagegen. Während Patienten bei Wegovy morgens nüchtern bleiben müssen, entfallen bei Foundayo jegliche Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme oder dem Einnahmezeitpunkt. Das Management sieht darin einen entscheidenden Vorteil für die Integration in den Alltag der Patienten.

Analysten kürzen Erwartungen

Der aggressive Wettbewerb hinterlässt bereits Spuren in den Modellen der Wall Street. Das Analysehaus RBC Capital Markets senkte die Umsatzschätzungen für Foundayo für das Jahr 2026 von vier Milliarden auf 1,6 Milliarden US-Dollar. BMO Capital bewertet die Zulassung dennoch als wichtigen Schritt für das Stoffwechsel-Portfolio, um direkt gegen Wegovy antreten zu können, und bestätigt das Kursziel von 1.300 US-Dollar. An der Börse spiegelt sich die aktuelle Unsicherheit wider. Nach einem Rückgang von gut zwölf Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier derzeit rund 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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Politischer Streit und Marktstart

Abseits des Konkurrenzkampfes eröffnet CEO Dave Ricks eine weitere Front. Er positioniert sich öffentlich gegen Pläne des Weißen Hauses, die sogenannte Meistbegünstigungsklausel bei Medikamentenpreisen gesetzlich zu verankern. Ricks warnt vor langfristigen Schäden für die US-Forschung und kündigte an, sich mit allen Mitteln gegen diese Politik zu wehren.

Ungeachtet dieser politischen Diskussionen läuft die Markteinführung nach Plan. Ab dem kommenden Montag (6. April) beginnt der Versand von Foundayo über die hauseigene Plattform LillyDirect. Mit einem Preis von 25 US-Dollar für kommerziell versicherte Patienten greift Eli Lilly nun direkt die orale Wegovy-Variante an, die seit Januar bereits über 600.000 Patienten in den USA für sich gewinnen konnte.

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