Nach einem schwierigen Monat legt die Aktie von Elringklinger am Freitag deutlich zu. Das Papier steigt um 7,4 Prozent auf 5,66 Euro. Es erholt sich damit teilweise von den Verlusten der vergangenen Woche.

Dennoch bleibt das Bild angespannt. Auf Sieben-Tages-Sicht verliert der Kurs noch 3,25 Prozent. Die Aktie notiert zudem knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 5,71 Euro. Der RSI von 49,5 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation.

Neuausrichtung auf E-Mobilität

Elringklinger treibt seine Transformation voran. Das Chemnitzer Unternehmen fokussiert sich stärker auf Komponenten für Elektroautos und Brennstoffzellen. Auf der Hauptversammlung im Mai bestätigte der Vorstand die strategische Ausrichtung. Im April hatte sich das Unternehmen auf der Auto China als Technologiepartner für New Energy Vehicles in Asien präsentiert.

Konkret entwickelt Elringklinger Bauteile für Batteriepacks und Zellkontaktiersysteme. Auch Druckausgleichselemente für E-Auto-Batterien gehören zum Portfolio. Die Tochter EKPO Fuel Cell Technologies arbeitet parallel an Brennstoffzellenstacks.

Der Wandel trifft auf einen schwierigen Sektor. Die gesamte Autozulieferbranche kämpft mit der Umstellung vom Verbrenner auf den Elektroantrieb. Für gut positionierte Anbieter eröffnet dieser Umbruch aber auch neue Wachstumsmärkte.

Katalysatoren für die Aktie

Weitere Fortschritte bei der Kommerzialisierung der E-Mobilitäts-Komponenten könnten den Kurs antreiben. Neue Partnerschaften oder Großaufträge in diesem Segment wären potenzielle Impulsgeber.

Die Aktie liegt mit 5,66 Euro noch deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,33 Euro. Das sind rund 10,6 Prozent Luft nach oben. Zum Jahrestief von 3,92 Euro beträgt der Abstand hingegen über 44 Prozent. Seit Januar summiert sich das Plus auf 32,2 Prozent, über zwölf Monate sind es knapp 30 Prozent.

Die nächsten Quartalszahlen für das zweite Quartal und erste Halbjahr 2026 werden im August erwartet. Sie zeigen, ob die Transformation erste Früchte trägt.