Energiekontor zieht aktuell zwei Fäden gleichzeitig: Das Unternehmen kauft weiter eigene Aktien zurück – und meldet operativen Zubau im Eigenportfolio. Doch die entscheidende Einordnung dürfte erst mit dem Geschäftsbericht Ende März kommen. Wie gut passt der operative Fortschritt zur Ergebnisprognose für 2025?
Aktienrückkauf läuft weiter
Am 3. März setzte Energiekontor sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort. Seit dem Start im Juli 2025 wurden damit über 39.000 eigene Aktien zurückgekauft. Geplant sind bis spätestens 30. Juni 2026 insgesamt bis zu 80.000 Stück, begrenzt durch einen maximalen Gesamtkaufpreis von 9,0 Millionen Euro.
Unterm Strich ist das Programm damit etwa zur Hälfte umgesetzt. Die Käufe liefen ausschließlich über XETRA via beauftragtem Kreditinstitut.
Mehr Leistung im Eigenbestand
Parallel zum Rückkaufprogramm gab es im Februar operative Neuigkeiten: Im Landkreis Stade nahm Energiekontor den repowerten Windpark Oederquart in Betrieb. Sechs neue Enercon-Anlagen ersetzen zehn Altanlagen. Die Standortkapazität liegt nun bei rund 33 Megawatt, etwa die Hälfte davon wird dem eigenen Portfolio zugerechnet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energiekontor?
Durch das Repowering stieg die Eigenkapazität um 17 Megawatt. Der konzerneigene Bestand wächst damit auf rund 450 Megawatt. Mittelfristig peilt Energiekontor weiterhin rund 650 Megawatt im Eigenportfolio an.
Pipeline auf Rekordniveau – Ertrag aber zeitversetzt
In der Projektpipeline meldet Energiekontor ebenfalls Rückenwind: Im Geschäftsjahr 2025 erreichten 14 Wind- und Solarprojekte mit insgesamt mehr als 350 Megawatt den Financial Close. Zudem sind aktuell 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Baubereitung – ein historischer Höchststand für das Unternehmen.
Wichtig für die Erwartungshaltung: Ein Teil dieser Projekte wird erst 2026 und überwiegend 2027 in Betrieb genommen. Entsprechend dürfte der Ergebnisbeitrag zeitversetzt sichtbar werden. Für 2026 sind drei Fertigstellungen mit zusammen über 120 Megawatt geplant, darunter zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern (rund 113 MWp) mit langfristigen PPAs sowie eine Einzelwindenergieanlage in Niedersachsen (rund 7 Megawatt). Zusätzlich wurden vor Jahresende Verträge über den schlüsselfertigen Verkauf zweier benachbarter Windparks in Deutschland mit zusammen mehr als 90 Megawatt geschlossen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energiekontor?
Beim Ergebnis hält Energiekontor an der Prognose für 2025 fest und bestätigte zuletzt eine EBT-Bandbreite von 30 bis 40 Millionen Euro (2024: 36,2 Millionen Euro EBT bei 126,5 Millionen Euro Umsatz). Gleichzeitig steht der frühere Ausblick aus dem HV-Kontext vom Juli 2025 im Raum, in dem für 2025 noch 70 bis 90 Millionen Euro EBT in Aussicht gestellt worden waren – eingeordnet in das mittelfristige Ziel von 120 Millionen Euro EBT bis 2028.
An der Börse bleibt der Titel trotz der operativen Meldungen angeschlagen: Der Schlusskurs lag gestern bei 37,55 Euro, auf Sicht von 12 Monaten entspricht das einem Minus von 18,90%. Auffällig ist zudem der niedrige RSI von 20,8, der eine stark überverkaufte Lage signalisiert.
Zum Kalender gehört jetzt vor allem ein Termin, der den Rahmen für die nächsten Monate abstecken dürfte: Am 31. März 2026 veröffentlicht Energiekontor den Geschäftsbericht 2025 – gefolgt von der Q1-Zwischenmitteilung am 13. Mai und der Hauptversammlung am 27. Mai; das Rückkaufprogramm läuft planmäßig bis 30. Juni 2026.
Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:
Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


