Nach wochenlanger Talfahrt meldet sich Energiekontor zurück. Operative Fortschritte und ein neues Aktienrückkaufprogramm locken Käufer an. Die Aktie klettert am Montag um 5,13 Prozent auf 37,90 Euro. Damit setzt der Wind- und Solarparkbetreiber ein erstes Lebenszeichen nach einem Verlust von rund 16 Prozent im vergangenen Monat.

Weniger Aktien, mehr Wert

Das Management stützt den Kurs aktiv. Energiekontor hat ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet. Bis Mai 2027 kauft das Unternehmen bis zu 80.000 eigene Papiere zurück. Dafür fließen maximal neun Millionen Euro.

Diese Maßnahme schließt direkt an das vorherige Programm an. Ende Mai zog der Konzern bereits gut 47.000 Aktien ein. Das Grundkapital sinkt entsprechend. Die Folge: ein verdichteter Gewinn je Aktie.

Ausbau der eigenen Parks

Parallel dazu treibt Energiekontor den Ausbau des eigenen Portfolios voran. Mit dem neuen Windpark Holtumer Moor steigt die Kapazität auf rund 455 Megawatt. Das Ziel für die kommenden Jahre liegt bei über 680 Megawatt.

Zwei große Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern sollen 2026 ans Netz gehen. Sie liefern zusammen 113 Megawatt. Langfristige Stromlieferverträge sichern die Abnahme. Insgesamt befinden sich aktuell 21 Projekte im Bau oder kurz vor der Finanzierung.

Ziele bestätigt, Analysten bleiben bullisch

Finanziell hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Für 2026 plant das Management ein Vorsteuerergebnis zwischen 40 und 60 Millionen Euro. Die breite Spanne spiegelt regulatorische Unsicherheiten in Deutschland und Großbritannien wider.

Das langfristige Ziel bleibt ehrgeizig. Bis 2028 soll der Gewinn vor Steuern auf 120 Millionen Euro klettern.

Analysten stützen diesen Optimismus. Die DZ Bank sieht das Kursziel bei 59 Euro. Warburg Research taxiert den fairen Wert sogar auf 77 Euro. Charttechnisch nähert sich die Aktie nun dem 200-Tage-Durchschnitt bei 38,18 Euro. Ein Sprung über diese Marke generiert ein frisches Kaufsignal.