EQT Corp schaltet operativ einen Gang höher. Der größte Erdgasproduzent der USA hat seine Förderziele angehoben und parallel dazu die Kostenbasis gesenkt. Diese Kombination aus höherem Output und strikterer Ausgabendisziplin überzeugt den Markt.

Produktion schlägt Erwartungen

Im zweiten Quartal übertraf das Absatzvolumen mit 634 Milliarden Kubikfußäquivalent das obere Ende der eigenen Prognose. Verantwortlich dafür waren eine hohe Produktivität der Bohrlöcher sowie ein optimierter Systemdruck. Das Management hob daraufhin das Produktionsziel für das Gesamtjahr um rund 90 Einheiten an.

Im gleichen Schritt reduziert der Konzern die geplanten Investitionsausgaben um 25 Millionen US-Dollar. Die neue Zielspanne für das Budget liegt nun zwischen 2,04 und 2,19 Milliarden US-Dollar. Anleger werten diesen Schritt als klares Signal für eine gesteigerte operative Effizienz.

Rekorde im Schiefergas-Becken

Technologisch setzt EQT neue Maßstäbe in der Branche. Dem Unternehmen gelang die längste Horizontalbohrung in der Geschichte der Schiefergasförderung mit einer Länge von über 29.000 Fuß. Auch bei den täglichen Bohrfortschritten meldete der Konzern neue Bestwerte.

Strategisch treibt EQT die Expansion voran. Die Übernahme von Blackline Midstream für 77 Millionen US-Dollar wurde im Quartal abgeschlossen. Ein neuer Liefervertrag mit Competitive Power Ventures sichert langfristige Abnahmen, wobei die Preise an die Strommärkte gekoppelt sind.

Finanzielle Disziplin trägt Früchte

Trotz der operativen Erfolge verfehlte der Gewinn je Aktie mit 0,39 US-Dollar knapp die Analystenschätzung von 0,42 US-Dollar. Grund dafür waren vor allem die schwächeren realisierten Erdgaspreise im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz lag mit 1,81 Milliarden US-Dollar hingegen leicht über den Erwartungen.

Der freie Cashflow belief sich im Berichtsquartal auf 330 Millionen US-Dollar. Damit konnte EQT die Nettoverschuldung weiter reduzieren. Diese liegt nun bei 5,5 Milliarden US-Dollar — ein deutlicher Rückgang gegenüber den 7,7 Milliarden US-Dollar zum Jahreswechsel.

Die Aktie reagierte mit einem Sprung von fast acht Prozent auf 46,97 Euro. Mit Blick auf das dritte Quartal plant das Unternehmen ein Absatzvolumen zwischen 570 und 620 Milliarden Kubikfußäquivalent. EQT setzt verstärkt auf die steigende Nachfrage durch LNG-Exporte und regionale Kraftwerke.