ESS Tech hat am Donnerstag Randy Selesky zum Chief Commercial Officer ernannt. Der 20-jährige Energiebranchenveteran soll die globale Vertriebsstrategie, Marketing und Geschäftsentwicklung leiten. Die Ernennung ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der Führungsebene – und kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für den angeschlagenen Energiespeicher-Spezialisten.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 40 Millionen Dollar ist ESS zu einem Mikro-Cap geschrumpft. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten brutal 69 Prozent an Wert verloren. Bei einem Umsatz von mageren 6 Millionen Dollar in den letzten zwölf Monaten verbrennt das Unternehmen rapide Bargeld – trotz einer Eigenkapitalposition, die die Schulden übersteigt.
Voltstorage-Übernahme bringt Technologie-Boost
Parallel zur Personalentscheidung hat ESS die Vermögenswerte und das geistige Eigentum der deutschen Voltstorage GmbH übernommen. Das Münchner Unternehmen, das Mitte 2025 den Betrieb eingestellt hatte, entwickelte ebenfalls Eisensalz-Batterietechnologie. Die Transaktion vereint nun zwei komplementäre Eisen-Flow-Batteriesysteme unter einem Dach – ein strategischer Schritt zur Technologiestärkung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ess?
Selesky bringt mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Batteriespeicher-Segment mit. Zuletzt war er als Chief Commercial Officer bei Voltstorage tätig, wo er für Vertriebsstrategie, Partnerschaften und Marktexpansion verantwortlich zeichnete. CEO Drew Buckley lobt ihn als „bewährten Vertriebsleiter mit fundierter Expertise darin, Marktnachfrage in nachhaltigen Umsatz zu verwandeln.“
Frisches Kapital und Großauftrag als Hoffnungsträger
Immerhin konnte ESS zuletzt zwei positive Signale setzen: Im Januar 2026 platzierte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 15 Millionen Dollar. Dabei wurden 8,6 Millionen Stammaktien und Bezugsrechte zu 1,75 Dollar je Stück an institutionelle Investoren verkauft – mit einem Aufschlag zum damaligen Schlusskurs.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ess?
Zudem sicherte sich ESS einen 9,9 Millionen Dollar schweren Auftrag der US Air Force Research Laboratory. Das Projekt umfasst die Installation von bis zu 27 Megawattstunden Eisensalz-Batteriespeicher auf der Clear Space Force Station in Alaska. Die in den USA gefertigten Systeme sollen dort Netzstabilität und erneuerbare Integration ermöglichen.
Ob Seleskys Expertise und die jüngsten Fortschritte ausreichen, um den Abwärtstrend zu brechen, bleibt abzuwarten. Der nächste Gradmesser folgt am 2. März, wenn ESS seine Quartalszahlen vorlegt.
Ess-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ess-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ess-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ess-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ess: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


