Ethereum startet mit einem schwierigen Erbe in das zweite Quartal 2026. Ein Quartalsverlust von 32,8 % und die Rückkehr zu inflationärer Angebotsdynamik haben das „Ultrasound Money“-Narrativ unter Druck gesetzt — ausgerechnet in einem Jahr, das technisch so ambitioniert wie lange nicht ist.
Ein Narrativ unter Druck
Das strukturelle Problem liegt im Mechanismus selbst. EIP-4844 senkte die Transaktionsgebühren und machte das Netzwerk effizienter — reduzierte dabei aber auch die ETH-Verbrennungsrate unter dem EIP-1559-Mechanismus. Das Ergebnis: An 42 Tagen im ersten Quartal wuchs das ETH-Angebot netto. Investoren, die auf deflationäre Knappheit gesetzt hatten, sahen sich mit dem Gegenteil konfrontiert.
Verstärkt wurde der Druck durch eine enge Korrelation mit dem Nasdaq, die im Februar auf 0,82 stieg. Als Tech-Aktien korrigierten, fiel ETH überproportional — und der Verlust der 3.000-Dollar-Marke löste Liquidierungen gehebelter Positionen im Wert von über 5,4 Milliarden Dollar aus.
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Die Stimmung spiegelt sich auf Prognosemärkten wider: Auf Polymarket sehen Trader inzwischen eine 59-prozentige Chance, dass Ethereum seinen zweiten Platz nach Marktkapitalisierung noch 2026 verliert — zu Jahresbeginn waren es nur 17 %.
Glamsterdam als technische Antwort
Während der Preisdruck anhält, arbeitet das Ökosystem an einem der größten Upgrades seit dem Wechsel zu Proof-of-Stake. Glamsterdam, geplant für rund Juni 2026, setzt auf zwei zentrale Verbesserungen: EIP-7732 führt eine protokollseitig verankerte Trennung von Block-Building und Block-Proposing ein, was zentralisierte Kontrolle über die Transaktionsreihenfolge und MEV-Extraktion reduzieren soll. EIP-7928 adressiert die Ausführungsschicht. Das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen pro Block steigen, der angestrebte Durchsatz auf 10.000 Transaktionen pro Sekunde.
Entscheidend für das Inflationsproblem: Wenn Glamsterdam Gas um 78 % senkt und MEV-Extraktion um bis zu 70 % reduziert, könnte mehr Aktivität zurück auf die Basisschicht fließen — was wiederum die Gebührenverbrennung ankurbeln und das Angebotsgleichgewicht verschieben würde.
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Als Ergänzung plant das Ethereum-Ökosystem mit Hegotá in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein weiteres Upgrade, das durch die Einführung von Verkle Trees die Knotenspeicheranforderungen um rund 90 % senken soll.
Foundation setzt auf Staking
Ein konkretes Signal kam am 30. März von der Ethereum Foundation selbst: Sie stakte 22.517 ETH im Wert von rund 46,2 Millionen Dollar — die bislang größte Einzelaktion dieser Art. Das gesamte gestakte Volumen der Foundation stieg damit auf 24.623 ETH. Das langfristige Ziel liegt bei rund 70.000 ETH, als Teil einer Treasury-Strategie zur Erzielung von Staking-Renditen.
Ob Glamsterdam die entscheidende Narrative-Wende bringt, hängt letztlich an einer messbaren Bedingung: Die steigende Netzwerkaktivität muss die Verbrennungsrate wieder dauerhaft über die Ausgaberate heben. Gelingt das, wäre das strukturelle Argument für ETH wieder intakt — scheitert es, bleibt der Inflationsdruck das dominante Thema für den Rest des Jahres.
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