Während der ETH-Kurs unter Druck steht, kaufen institutionelle Akteure so aggressiv wie selten zuvor. Bitmine beschleunigt seine Akkumulation, BlackRocks neues Staking-Produkt zieht Kapital an – und ein regulatorisches Gesetz könnte den Rahmen grundlegend verändern.
Bitmine kauft schneller als je zuvor
In der vergangenen Woche erwarb Bitmine 65.341 ETH für rund 138 Millionen US-Dollar – und übertraf damit den bisherigen wöchentlichen Durchschnitt von 45.000 bis 50.000 Token deutlich. Das Kauftempo hat in drei aufeinanderfolgenden Wochen zugenommen. Insgesamt hält das Unternehmen nun mehr als 4,66 Millionen ETH, was 3,86 Prozent des gesamten Umlaufangebots entspricht. Das erklärte Ziel: fünf Prozent.
Thomas Lee, Chairman von Bitmine, begründet die Beschleunigung mit seiner Markteinschätzung. Er sieht ETH in der Endphase eines „Mini-Krypto-Winters“ und verweist auf die relative Stärke von Krypto als Wertspeicher seit Ausbruch des Iran-Krieges.
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Rund 67 Prozent der gehaltenen Token sind bereits gestakt. Die annualisierten Staking-Einnahmen liegen derzeit bei etwa 184 Millionen Dollar – mit Potenzial auf 272 Millionen Dollar, sobald das hauseigene Validator-Netzwerk MAVAN vollständig operativ ist.
BlackRocks ETHB gewinnt schnell an Volumen
Parallel dazu zieht BlackRocks iShares Staked Ethereum Trust (ETHB) seit seinem Handelsstart am 12. März auf dem Nasdaq erhebliches Kapital an. Nach der ersten Handelswoche verwaltete das Produkt bereits 261 Millionen Dollar – gestartet mit 100 Millionen, gefolgt von Zuflüssen von rund 160 Millionen Dollar.
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Anleger erhalten etwa 82 Prozent der Brutto-Staking-Erträge, die derzeit bei rund 3,1 Prozent jährlich liegen, mit monatlicher Ausschüttung. In einem Umfeld anhaltend hoher US-Zinsen gewinnt diese Realrendite-Komponente als Alternative an Attraktivität. ETH-ETFs insgesamt verzeichneten zuletzt rekordhohe wöchentliche Zuflüsse von 160,8 Millionen Dollar.
Regulierung und Netzwerk-Upgrades als Katalysatoren
Der im US-Kongress voranschreitende Clarity Act – ein Gesetz zur Marktstruktur digitaler Assets – könnte strukturell positiv wirken. Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung noch 2026 wird auf über 68 Prozent geschätzt.
Auf Netzwerkebene stehen zwei Upgrades an: Das Glamsterdam-Upgrade im ersten Halbjahr fokussiert sich auf Skalierung und höhere Gas-Limits, das Hegotá-Upgrade im zweiten Halbjahr soll unter anderem Verkle Trees und native Account Abstraction einführen. Trotz des aktuellen Kursrückgangs auf rund 2.136 Dollar zeigen On-Chain-Daten robuste Aktivität – die Zahl aktiver Adressen stieg von 381.000 auf über 841.000.
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