Ethereum startet in den März mit zwei klaren Signalen: technisch wird das nächste große Upgrade greifbar, und institutionell dreht der ETF-Fluss nach wochenlangem Gegenwind. Vitalik Buterin hat jetzt konkretisiert, was im Hard Fork „Glamsterdam“ stecken soll – und genau diese Upgrade-Perspektive fällt in eine Phase, in der große Anleger wieder aktiver werden.
Glamsterdam wird konkret – acht EIPs im Paket
Vitalik Buterin hat acht Ethereum Improvement Proposals (EIPs) skizziert, die den Glamsterdam-Hard-Fork bilden sollen. Geplant ist das Upgrade für die erste Hälfte 2026 – als vorläufiger Mainnet-Termin gilt der 1. Juni 2026. Seit Januar läuft dafür ein sechsmonatiges Testnet- und Audit-Fenster. Laut Bericht wurden bereits drei EIPs auf „Devnet-4“ getestet, der Fokus liegt nun auf dem Übergang zu „Devnet-5“.
Inhaltlich folgt Glamsterdam Ethereums „Drei-Spuren“-Roadmap: mehr Skalierung, bessere Nutzererfahrung und höhere Sicherheit (inklusive Zensur- und langfristig auch Quanten-Resistenz). Besonders wichtig: Block-Building soll stärker „on Ethereum“ stattfinden statt über externe Relays. Das soll die Dezentralisierung erhöhen – und gleichzeitig verändern, wie Validatoren Transaktionen prüfen.
Dazu kommen strukturelle Performance-Ziele. Genannt werden unter anderem ein Gas-Limit „in Richtung und über 100 Millionen“ pro Block, größere „Blob“-Parameter zur Unterstützung von Layer-2-Rollups sowie „enshrined“ Proposer-Builder-Separation (ePBS), um Blockproduktion zu dezentralisieren und MEV-Risiken abzufedern. Für Nutzer klingt vor allem ein Punkt nach direktem Mehrwert: Der Artikel stellt eine Gas-Fee-Reduktion von 78,6% für einfache und komplexe Smart Contracts in Aussicht – plus geringere Bandbreitenanforderungen fürs Node-Betreiben.
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ETF-Zuflüsse beenden Durststrecke
Parallel hat sich die Stimmung bei US-Spot-ETFs spürbar gedreht: 262 Mio. USD Zuflüsse beendeten eine 35-tägige Abflussserie. Ein herausragender Tag war der 25. Februar, als Spot-ETFs laut Bericht 157 Mio. USD netto einsammelten – angeführt von Fidelitys FETH (61,94 Mio. USD) und Grayscales ETHE (33,87 Mio. USD).
Der Stimmungswechsel ist umso auffälliger, weil die Wochen zuvor von Abgaben geprägt waren. Im Februar 2026 gab es demnach sogar eine Woche mit mehr als 327 Mio. USD Netto-Abflüssen. Zusätzlich wurden laut Daten innerhalb von 48 Stunden Short-Positionen im Umfang von rund 220 Mio. USD liquidiert – ein technischer „Reset“, der kurzfristigen Verkaufsdruck aus dem Markt nahm.
Auch der Derivatebereich wirkt bereinigt: Eine Options-Fälligkeit über 8,7 Mrd. USD habe kurzfristige Hedging-Effekte reduziert. Gleichzeitig drehten die Funding Rates bei Perpetuals auf großen Börsen wieder ins Positive – ein Hinweis darauf, dass Long-Positionen wieder stärker nachgefragt werden.
Kurs unter Druck – doch die Story bleibt zweigeteilt
Unterm Strich bleibt Ethereum zwar deutlich von früheren Höhen entfernt. In den bereitgestellten Daten zeigt sich die Schwäche der letzten Wochen klar: Auf 30 Tage liegt ETH rund 33% im Minus. Der Quelltext ordnet die Korrektur aber vor allem als makrogetrieben ein – ausgelöst durch risk-off Phasen, geopolitische Sorgen und belastende politische Schlagzeilen (unter anderem Zölle), nicht durch eine fundamentale Erosion der Netzwerkaktivität.
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Gleichzeitig nennt der Artikel mehrere Faktoren, die als strukturelle Nachfrage-Treiber gelten: Stablecoins seien für 40% aller Blockchain-Gebühren verantwortlich, und mehr als die Hälfte davon laufe über Ethereum. Außerdem wird berichtet, dass börsennotierte Unternehmen ETH zunehmend als Treasury-Reserve nutzen – auch, weil Ethereum durch Staking im Gegensatz zu Bitcoin als „yield-bearing asset“ wahrgenommen werde.
Fahrplan: Nächste Schritte bis 2029
Glamsterdam ist nicht das Ende der Roadmap. Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist mit „Hegotá“ bereits das nächste große Upgrade eingeplant. Als zentrale Idee stehen Verkle Trees im Raum – eine Datenstruktur, die die Hardware-Anforderungen für Nodes deutlich senken soll, als Schritt Richtung „Statelessness“ und mehr Dezentralisierung.
Noch weiter in die Zukunft zielt die „Strawmap“ der Ethereum Foundation bis 2029: schnellere Finalität (6–16 Sekunden statt aktuell rund 16 Minuten), ein stärkeres Layer-1-Fundament, native Privatsphäre-Funktionen und Post-Quantum-Kryptografie. Buterin habe dazu am 26. Februar 2026 einen kryptografischen Umbau skizziert, um Ethereum langfristig gegen Quantencomputer abzusichern.
Zum Start in den März hängt damit viel an zwei sichtbaren Taktgebern: ob die ETF-Zuflüsse nachhaltig bleiben – und ob Glamsterdam im Testnet planmäßig vorankommt, damit der Zieltermin 1. Juni 2026 nicht ins Rutschen gerät.
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