European Lithium hält eine CRML-Beteiligung im Wert von über 1,2 Milliarden australischen Dollar — und notiert selbst deutlich darunter. Diese Diskrepanz ist kein neues Phänomen, rückt aber mit dem Auslaufen des Aktienrückkaufprogramms am 31. März erneut in den Mittelpunkt.
Rückkauf läuft aus, Kasse ist gut gefüllt
Das Rückkaufprogramm, das bis zu 135 Millionen Aktien — entsprechend 10 % des ausgegebenen Kapitals — umfasst, endet in wenigen Tagen. Das Management nutzt es mit dem erklärten Ziel, Aktien zurückzukaufen, die es für unter dem inneren Unternehmenswert gehandelt hält.
Flankiert wird das Programm von einer deutlich gestärkten Bilanz. European Lithium verkaufte zuletzt 5 Millionen Aktien an Critical Metals Corp. (CRML) für rund 124 Millionen australische Dollar. Die Kassenposition stieg damit auf etwa 322 Millionen australische Dollar. Entscheidend: Für diese Kapitalmaßnahme wurden keine neuen European-Lithium-Aktien ausgegeben — die Verwässerung bestehender Aktionäre blieb aus.
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Mehrere Meilensteine stehen bevor
Neben dem Rückkauf stehen zwei weitere Entwicklungen an. Die österreichische Regierung verlängerte die Bergbaulizenz für das Wolfsberg-Lithiumprojekt um zwei Jahre. Eine finale Investitionsentscheidung wird spätestens Ende 2026 erwartet.
Zudem vereinbarte European Lithium im Januar 2026 die vollständige Übernahme des US-amerikanischen Titanproduzenten Velta Holding. Der Deal ist auf rund 173 Millionen neu ausgegebene Aktien bewertet und soll vollständig über Eigenkapital finanziert werden. Velta gilt im Rahmen des US-Ukraine-Abkommens zu kritischen Mineralien als Prioritätsprojekt — was seine strategische Bedeutung für westliche Lieferketten unterstreicht. Der Abschluss steht noch unter üblichen Bedingungen.
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Tanbreez liefert Substanz
Den Wert der verbliebenen CRML-Beteiligung stützen auch Fortschritte beim Tanbreez-Projekt in Grönland. Die Inbetriebnahme der Pilotanlage ist für spätestens Mai 2026 geplant. Aktuelle Bohrergebnisse aus der Hill Zone bestätigen konsistente Seltene-Erden-Gehalte mit einem gewichteten Durchschnitt von 0,44 % TREO+Y; schwere Seltene Erden machen dabei rund 26 bis 27 % des Funds aus.
Mit einer Kasse von 322 Millionen australischen Dollar, einer CRML-Beteiligung von mehr als 48 Millionen Aktien und einem auslaufenden Rückkaufprogramm stehen in den kommenden Wochen konkrete Entscheidungen zur Kapitalallokation an — darunter, ob und wie das Management die weiterhin bestehende Bewertungslücke adressiert.
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