European Lithium startet am 15. April ein neues Aktienrückkaufprogramm — und das Timing ist kein Zufall. Das Management sieht die eigene Aktie als deutlich unterbewertet. Der Grund dafür liegt weniger in Österreich als in Grönland.
Der Kern des Investments: CRML und Tanbreez
Das Herzstück von European Lithium ist heute die Beteiligung an Critical Metals Corp (Nasdaq: CRML). Mit 37,3 Prozent der ausstehenden Aktien ist European Lithium der größte Einzelaktionär. Hinzu kommt eine direkte Beteiligung von 7,5 Prozent an der Tanbreez Mining Greenland A/S — dem operativen Vehikel hinter dem Tanbreez-Seltenerdprojekt in Grönland.
Die Diskrepanz zwischen Marktbewertung und Substanzwert ist auffällig. Nach dem jüngsten Teilverkauf von CRML-Aktien hält European Lithium noch rund 48 Millionen CRML-Aktien, deren Wert Anfang 2026 bei rund 825 Millionen US-Dollar lag. Das neue Rückkaufprogramm umfasst bis zu 135 Millionen eigene Aktien — etwa zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals — zu einem geschätzten Gesamtvolumen von rund 12,6 Millionen australischen Dollar.
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Saudi-Arabien, Grönland und ein offenes Genehmigungsverfahren
Critical Metals Corp hat zuletzt einen bedeutenden Schritt vollzogen: ein 50/50-Joint-Venture mit dem saudi-arabischen Industriekonglomerat TQB zur Errichtung einer Seltenerden-Verarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. Das Volumen des Vorhabens wird auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Für CRML ist die Struktur besonders vorteilhaft — das Unternehmen bringt keine Eigenkapitalbeiträge ein und geht keine Schulden ein, hält aber 50 Prozent der Anteile. Außerdem sichert der Deal langfristige Abnahmeverträge für 25 Prozent der Tanbreez-Produktion nach Saudi-Arabien. Zusammen mit früheren Vereinbarungen ist damit die gesamte geplante Produktion des Projekts vertraglich gebunden.
Allerdings bleibt eine entscheidende Hürde offen. Critical Metals Corp hat das Recht, seinen Anteil an Tanbreez von derzeit 42 auf 92,5 Prozent zu erhöhen — doch dafür braucht es die Genehmigung der grönländischen Bergbaubehörde. Solange Nuuk nicht zustimmt, bleibt die Konsolidierung des Projekts blockiert. Auf der operativen Seite schreitet der Aufbau voran: Eine Pilotanlage in Qaqortoq soll bis Mai 2026 betriebsbereit sein, und Metallurgietests aus März 2026 zeigen einen TREO-Gehalt von 2,96 Prozent — rund 40 Prozent über historischen Vergleichswerten.
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Wolfsberg und die Prüfervorbehalte
Das österreichische Lithiumprojekt Wolfsberg entwickelt sich langsamer. Die Bergbaulizenz wurde verlängert, ist aber an konkrete Fortschrittsnachweise bis Ende 2026 geknüpft. Parallel dazu enthalten die Abschlussprüfungen von Tanbreez weiterhin Going-Concern-Hinweise — begründet mit einem Betriebskapitaldefizit und anhaltenden Verlusten auf Projektebene.
Das finanzielle Fundament von European Lithium selbst ist solide: Durch den Teilverkauf von CRML-Aktien verfügt das Unternehmen über Barreserven von rund 322 Millionen australischen Dollar. Die eigentliche Weichenstellung liegt jedoch außerhalb des direkten Einflussbereichs — in Grönlands Hauptstadt, wo die Bergbaubehörde über die Zukunft der Tanbreez-Konsolidierung entscheidet.
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