Eutelsat hat sich über eine neue Anleiheemission 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital gesichert. Im Kern geht es nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um Ordnung in der Finanzierung nach der OneWeb-Fusion. Entscheidend ist dabei: Wie stark entlastet der Schritt die Zinslast und streckt die Fälligkeiten nach hinten?
Zwei Tranchen, klare Laufzeiten
Die Emission besteht aus zwei Bausteinen: 850 Millionen Euro laufen bis 2031 und tragen einen Kupon von 5,750%. Weitere 650 Millionen Euro laufen bis 2033 und werden mit 6,250% verzinst. Eutelsat meldete den erfolgreichen Abschluss der Platzierung gestern.
Wofür das Geld verwendet wird
Mit dem Erlös will Eutelsat mehrere bestehende Verbindlichkeiten vorzeitig ablösen. Genannt werden unter anderem Anleihen über 600 Millionen Euro mit 2,25% Kupon (Fälligkeit 2027) sowie Anleihen über 600 Millionen Euro mit 9,75% Kupon (Fälligkeit 2029). Zusätzlich sollen ein Darlehen und eine Kreditfazilität aus dem Jahr 2021 vollständig zurückgezahlt und beendet werden.
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Was nach der Ablösung übrig bleibt, ist laut Unternehmen für Transaktionsgebühren und -kosten vorgesehen sowie für den Aufbau zusätzlicher Barreserven.
Einordnung: Bilanzarbeit nach der OneWeb-Fusion
Eutelsat ordnet die Transaktion als Schritt ein, um die Schuldenstruktur zu optimieren und Rückzahlungsfristen stärker in das nächste Jahrzehnt zu verschieben. Die Maßnahme reiht sich in frühere Bilanzschritte ein: eine Kapitalerhöhung im Jahr 2025 sowie eine Anfang Februar gesicherte, von der französischen Regierung unterstützte Finanzierung über eine Milliarde Euro zur Erweiterung der OneWeb-Konstellation.
Laut Mitteilung wird die Refinanzierung durch verbesserte Kredit- und Schuldenratings flankiert. Gleichzeitig sollen die Mittel die finanzielle Basis stärken, um den weiteren Ausbau von Satellitenkonstellationen im niedrigen Erdorbit (LEO) und im geostationären Orbit (GEO) zu unterstützen.
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