Evonik Aktie: Analysten uneinig

Goldman Sachs und ODDO BHF heben das Kursziel auf 20 Euro, während Barclays vor geopolitischen Risiken für den Chemiekonzern warnt. Die Einschätzungen der Experten fallen am selben Tag gespalten aus.

Evonik Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 20 Euro
  • Barclays warnt vor geopolitischen Risiken
  • ODDO BHF bestätigt optimistisches Kursziel
  • Vorstandsmitglieder kaufen eigene Aktien

Goldman Sachs und ODDO BHF sehen Evonik auf Kurs — Barclays bremst den Optimismus. Zwei Analystenurteile vom selben Tag zeichnen ein gespaltenes Bild des Spezialchemiekonzerns.

Goldman Sachs hebt Kursziel auf 20 Euro

Georgina Fraser von Goldman Sachs erhöhte ihr Kursziel am 2. April von 18 auf 20 Euro und bekräftigte das „Buy“-Rating. Als Treiber nennt sie erfolgreiche Preiserhöhungen im Segment Advanced Technologies sowie günstige Währungseffekte. Ihre EBITDA-Schätzung für das erste Quartal 2026 liegt über dem Marktkonsens. ODDO BHF zieht nach und setzt das Ziel ebenfalls auf 20 Euro — gegenüber dem aktuellen Kurs von 16,57 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent.

Barclays mahnt zur Vorsicht

Analystin Katie Richards von Barclays sieht das anders. Sie warnte am selben Tag vor geopolitischen Risiken im Nahen Osten, die den gesamten europäischen Chemiesektor treffen könnten — besonders Unternehmen mit starker Abhängigkeit von vorgelagerter Rohstoffproduktion wie Evonik. Logistikprobleme, steigende Energiekosten und schwankende Nachfrage seien reale Belastungsfaktoren. Barclays bleibt bei einem Kursziel von 17 Euro, stuft die Aktie aber weiterhin mit „Overweight“ ein.

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Das knappe Angebot bei C4-Chemikalien und die stabile Marktposition bei der Aminosäure Methionin gelten als Puffer gegen das schwierige Umfeld. Zuversichtlich stimmt auch das Signal aus dem eigenen Haus: Ende März kauften gleich zwei Vorstandsmitglieder Aktien im Bereich von 16,29 bis 16,50 Euro — nahe dem Jahreshoch.

Am 8. Mai legt Evonik den Quartalsbericht vor. Dann wird sich zeigen, ob die operative Stärke, die Goldman Sachs erwartet, trotz geopolitischer Belastungen geliefert wird — und welches Analysten-Lager die bessere Einschätzung hatte.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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