Goldman Sachs und ODDO BHF sehen Evonik auf Kurs — Barclays bremst den Optimismus. Zwei Analystenurteile vom selben Tag zeichnen ein gespaltenes Bild des Spezialchemiekonzerns.
Goldman Sachs hebt Kursziel auf 20 Euro
Georgina Fraser von Goldman Sachs erhöhte ihr Kursziel am 2. April von 18 auf 20 Euro und bekräftigte das „Buy“-Rating. Als Treiber nennt sie erfolgreiche Preiserhöhungen im Segment Advanced Technologies sowie günstige Währungseffekte. Ihre EBITDA-Schätzung für das erste Quartal 2026 liegt über dem Marktkonsens. ODDO BHF zieht nach und setzt das Ziel ebenfalls auf 20 Euro — gegenüber dem aktuellen Kurs von 16,57 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent.
Barclays mahnt zur Vorsicht
Analystin Katie Richards von Barclays sieht das anders. Sie warnte am selben Tag vor geopolitischen Risiken im Nahen Osten, die den gesamten europäischen Chemiesektor treffen könnten — besonders Unternehmen mit starker Abhängigkeit von vorgelagerter Rohstoffproduktion wie Evonik. Logistikprobleme, steigende Energiekosten und schwankende Nachfrage seien reale Belastungsfaktoren. Barclays bleibt bei einem Kursziel von 17 Euro, stuft die Aktie aber weiterhin mit „Overweight“ ein.
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Das knappe Angebot bei C4-Chemikalien und die stabile Marktposition bei der Aminosäure Methionin gelten als Puffer gegen das schwierige Umfeld. Zuversichtlich stimmt auch das Signal aus dem eigenen Haus: Ende März kauften gleich zwei Vorstandsmitglieder Aktien im Bereich von 16,29 bis 16,50 Euro — nahe dem Jahreshoch.
Am 8. Mai legt Evonik den Quartalsbericht vor. Dann wird sich zeigen, ob die operative Stärke, die Goldman Sachs erwartet, trotz geopolitischer Belastungen geliefert wird — und welches Analysten-Lager die bessere Einschätzung hatte.
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