Kurz vor den erwartungsgemäß schwachen Zahlen zum ersten Quartal rückt Evonik sein margenstarkes Kosmetikgeschäft ins Rampenlicht. Mit einer überarbeiteten Markenidentität und neuen Biotech-Produkten präsentiert sich der Spezialchemiekonzern auf der Pariser Branchenmesse in-cosmetics Global. Der Zeitpunkt für diesen strategischen Auftritt ist bewusst gewählt: Das konzerneigene Effizienzprogramm verlangt nach positiven Impulsen aus den Wachstumssparten.
Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber
Um sich im umkämpften Kosmetikmarkt abzuheben, setzt das Unternehmen im sogenannten Care-Geschäft verstärkt auf Biotechnologie. Zu den in Paris vorgestellten Neuerungen gehören biobasierte Filmbildner für Sonnenschutz und nachhaltig gewonnene Esteröle mit einem reduzierten CO₂-Fußabdruck. Parallel zur europäischen Messeoffensive treibt Evonik die Expansion in Asien voran. Das für 2026 geplante Innovationszentrum in Shanghai soll die Entwicklung lokalisierter kosmetischer Lösungen für den asiatischen Raum beschleunigen und agilere Services ermöglichen.
Kontrastprogramm zur Konzernbilanz
Der Fokus auf das Beauty-Segment bildet einen deutlichen Kontrast zu den aktuellen finanziellen Herausforderungen des Gesamtkonzerns. Am 8. Mai veröffentlicht Evonik die Zahlen für das erste Quartal. Analysten der Deutschen Bank prognostizieren aufgrund niedrigerer Margen und ungünstiger Wechselkurseffekte einen EBITDA-Rückgang um 18 Prozent auf 461 Millionen Euro. An der Börse wird diese gemischte Ausgangslage differenziert bewertet. Zwar verzeichnete das Papier seit Jahresbeginn ein solides Plus von gut 23 Prozent und schloss am Mittwoch bei 16,40 Euro, der negative Trend auf 12-Monats-Sicht spiegelt jedoch die anhaltende Umstrukturierung wider.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand weiterhin ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro an. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Management das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ inklusive des geplanten Abbaus von bis zu 2.000 Stellen strikt um. Zudem greift ab diesem Geschäftsjahr die neue Ausschüttungspolitik, die 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoeinkommens als Dividende für die Aktionäre vorsieht. Der anstehende Quartalsbericht am 8. Mai liefert den nächsten konkreten Datenpunkt zur operativen Entwicklung in diesem Umfeld.
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