Evonik hebt die Ziele für das laufende Jahr deutlich an. Ein starkes zweites Quartal sorgt für massiven Rückenwind im Konzern. Besonders die Schwäche der Konkurrenz spielt dem Spezialchemie-Riesen derzeit in die Karten.
Gewinnprognose nach oben geschraubt
Der Vorstand erwartet für 2026 nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro. Zuvor lag das Ziel bei maximal 2,0 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Evonik bereits rund 1,1 Milliarden Euro.
Für das zweite Quartal rechnet das Management mit einem Ergebnis zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Das liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 509 Millionen Euro. Auch der freie Cashflow verbesserte sich signifikant.
Rückenwind aus Fernost
Höhere Absatzmengen und gestiegene Preise treiben die Entwicklung. Parallel dazu greifen die internen Sparmaßnahmen des Konzerns. Ein externer Faktor kommt dem Unternehmen zusätzlich zugute.
Lieferengpässe bei asiatischen Konkurrenten entlasten den Markt. Grund ist die unsichere Lage in der Straße von Hormus. Finanzchef Michael Rauch mahnt jedoch zur Vorsicht. Er rechnet mit einer Normalisierung dieser Sondereffekte.
Für die zweite Jahreshälfte sieht der Finanzvorstand weiterhin Unsicherheiten. Das Management warnt davor, die aktuellen Einmaleffekte zu stark zu gewichten.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Jefferies-Analysten bewerten die neuen Zahlen positiv. Sie bestätigen ihre Kaufempfehlung und setzen das Kursziel bei 20 Euro an. Die Aktie notiert aktuell bei 16,00 Euro.
Das Papier verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von rund 20 Prozent. Damit rangiert der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 14,87 Euro.
Die finalen Zahlen für das zweite Quartal erscheinen Anfang August 2026. Dann wird sich die Entwicklung der Cash Conversion Rate bestätigen. Das Ziel liegt weiterhin bei 40 Prozent.
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