Drei Investmentbanken, drei völlig unterschiedliche Szenarien. Kurz vor den Quartalszahlen klaffen die Meinungen der Analysten bei Evonik weit auseinander. Während Jefferies eine jahrelange Verkaufsempfehlung streicht, sieht Goldman Sachs massives Aufwärtspotenzial.
Skepsis trotz Hochstufung
Das Analysehaus Jefferies beendet sein „Underperform“-Votum. Analystin Helena Xu stuft das Papier auf „Hold“ hoch. Sie hebt das Kursziel von 12,20 auf 15,10 Euro an. Das Problem: Die Aktie notiert auf Xetra bereits bei über 17 Euro. Ein ungewöhnliches Bild. Xu verweist auf nachlassenden Gegenwind im Chemie-Sektor. Höhere Preise für das Tierfuttereiweiß Methionin stützen das Geschäft. Mittelfristig bleibt die Expertin bei der Gewinnentwicklung skeptisch.
Die Deutsche Bank zieht beim Kursziel mit und nennt nun ebenfalls 15 Euro. Die Einstufung bleibt auf „Hold“. Für das erste Quartal erwarten die Frankfurter einen Gewinnrückgang. Das operative Ergebnis (EBITDA) dürfte um 18 Prozent auf 461 Millionen Euro fallen. Aktuell wird Evonik mit einem Bewertungsabschlag von 28 Prozent gegenüber der Konkurrenz gehandelt. Der Drei-Jahres-Durchschnitt liegt bei lediglich 17 Prozent.
Goldman Sachs erwartet Überraschung
Goldman Sachs bewertet die Lage völlig anders. Die US-Bank hebt das Kursziel von 18 auf 20 Euro an. Das Rating lautet weiterhin „Buy“. Analystin Georgina Fraser erwartet ein bereinigtes EBITDA über den Marktschätzungen. Eine Verknappung bei C4-Chemikalien liefert zusätzlichen Rückenwind. Evonik demonstriert hier bei der Preisgestaltung echte Stärke. Auch Währungseffekte und Preiserhöhungen im Bereich Advanced Technologies spielen dem Konzern in die Karten.
Klarheit im Mai
Am 8. Mai legt Evonik die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Markt erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von gut 1,8 Milliarden Euro. Das Management peilt unverändert eine Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro an. Am 3. Juni entscheidet die Hauptversammlung über die Dividende. Nach dem jüngsten Dividenden-Schnitt rechnet Jefferies ab 2027 mit einer Deckung von über 200 Prozent. Historisch lag dieser Wert bei rund 120 Prozent.
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