Der Essener Spezialchemiekonzern streicht seine Umsatzprognose für 2026 zusammen – die Ergebnisziele bleiben zwar bestehen, doch die Erlöserwartung fällt deutlich niedriger aus. Gleichzeitig greift Evonik zu einem klassischen Mittel: einer kräftigen Preiserhöhung bei einem Kernprodukt.

Schwaches Schlussquartal belastet Jahresbilanz

Im vierten Quartal 2025 sank der Umsatz um 5 Prozent auf 3,40 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA fiel um 8 Prozent auf 357 Millionen Euro. Über das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 14,1 Milliarden Euro – ein Minus von 7 Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,87 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb im Schlussquartal ein Nettogewinn von 18 Millionen Euro, verglichen mit einem Verlust von 152 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Die Hauptversammlung am 3. Juni soll darüber entscheiden.

Umsatzprognose gekürzt – EBITDA-Ziel bleibt

Für das laufende Jahr hält Evonik am bereinigten EBITDA-Ziel von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest. Die Umsatzerwartung jedoch wird auf 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro reduziert – zuvor lag die Mittelpunkterwartung offenbar höher. Diese Anpassung deutet auf anhaltendes Gegenwind in einzelnen Geschäftsfeldern hin.

MetAMINO® wird deutlich teurer

Parallel dazu verkündete die Sparte Animal Nutrition eine Preiserhöhung: Das Produkt MetAMINO® verteuert sich in allen Märkten um netto 10 Prozent, gültig ab dem 5. März. Die Maßnahme soll helfen, Margen zu stabilisieren – in einem Umfeld, in dem Volumenwachstum offenbar schwerer fällt.

Die Aktie steht mit einem Minus von knapp 36 Prozent über zwölf Monate unter Druck. Anleger warten nun darauf, ob die Preisanpassung und Kostenmaßnahmen ausreichen, um die Ergebnisziele tatsächlich zu erreichen.