Rund 31 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn — Evonik hat eine bemerkenswerte Erholung hingelegt. Die Aktie schloss die Woche bei 17,49 Euro und markierte damit ein neues 6-Monats-Hoch. Vom Januartief bei 12,63 Euro hat sich der Kurs inzwischen um fast 40 Prozent entfernt. Trotzdem bleibt das Bild widersprüchlich: Analysten zweifeln, Führung wechselt, und die entscheidenden Zahlen kommen erst noch.
Analysten uneins über den fairen Wert
Das Stimmungsbild unter Analysten ist gespalten. Berenberg hob das Kursziel zwar am 22. April von 14 auf 15 Euro an — beließ die Einstufung aber auf „Sell“. Die Begründung: Margenrisiken bei Basischemikalien, die nach einer Entspannung geopolitischer Spannungen im Nahen Osten unter Druck geraten könnten. Mit einem aktuellen Kurs von 17,49 Euro liegt die Aktie bereits deutlich über diesem Ziel.
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Goldman Sachs sieht das anders. Die US-Bank hatte Anfang April ein Kursziel von 20 Euro ausgegeben und verweist auf stabile Preise im Segment Advanced Technologies sowie eine Erholung beim Aminosäuregeschäft mit Methionin.
Neuer CFO, verlängerter CEO-Vertrag
Ab 1. Mai übernimmt Michael Rauch das Finanzressort. Der frühere Henkel-Manager löst CEO Christian Kullmann ab, der die CFO-Rolle seit September 2025 interimistisch ausgefüllt hatte. Kullmanns Vertrag verlängerte der Aufsichtsrat Mitte April bis 2030 — ein klares Signal für Kontinuität beim laufenden Sparprogramm „Evonik Tailor Made“, das bis Ende 2026 jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro bringen soll.
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Zwei Termine prägen das zweite Quartal
Am 8. Mai legt Evonik den Bericht zum ersten Quartal 2026 vor. Für das Gesamtjahr peilt das Management ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro an — ob die Q1-Zahlen diesen Korridor stützen, wird der erste Stresstest für die Kurserholung sein.
Am 3. Juni folgt die ordentliche Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht ein Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Ab 2026 gilt eine neue Ausschüttungspolitik: 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses sollen an Aktionäre fließen — die Dividende wird damit variabler und enger an die operative Leistung geknüpft.
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