Evonik hat in diesem Jahr kräftig zugelegt — und trotzdem rät Berenberg zum Verkauf. Der Spezialchemiekonzern steht zum Start der 17. Kalenderwoche erneut auf der Verkaufsliste der Hamburger Investmentbank.
Kursziel liegt unter aktuellem Kurs
Berenberg bekräftigt das „Sell“-Rating mit einem Kursziel von 15 Euro. Das ist ein Problem: Die Aktie notiert aktuell bei 17,49 Euro — also rund 14 Prozent über dem Ziel. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits 31 Prozent gewonnen und handelt klar über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Die Analysten gewichten trotzdem die Risiken höher als die bisherige Erholung.
Berenberg zweifelt an der Ertragskraft des Konzerns im aktuellen Umfeld. Effizienzprogramme und Portfoliobereinigungen, die Evonik vorantreibt, überzeugen die Bank offenbar nicht.
Branchenweiter Gegenwind
Evonik steht mit dieser Einschätzung nicht allein. Barclays stuft den Konkurrenten Lanxess mit „Underweight“ ein und nennt ein Kursziel von 14 Euro. Jefferies vergibt für den Düngemittelproduzenten K+S ein „Underperform“-Rating mit Zielkurs 11,50 Euro.
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Drei Verkaufsempfehlungen für drei deutsche Chemiewerte in einer Woche — das ist kein Zufall. Marktbeobachter sehen strukturelle Belastungen: verhaltene Nachfrage, schwieriges Makroumfeld, Bewertungsdruck.
Was die Kursdaten sagen
Der RSI liegt bei 31 — technisch nahe am überverkauften Bereich, obwohl der Kurs zuletzt gestiegen ist. Das spiegelt eine gewisse Skepsis des Marktes wider. Vom 52-Wochen-Hoch bei 20,60 Euro fehlen noch rund 15 Prozent.
Das Berenberg-Kursziel von 15 Euro deckt sich in etwa mit dem 50-Tage-Durchschnitt von 15,56 Euro. Solange keine positiven Fundamentaldaten kommen, bleibt dieser Bereich die entscheidende Orientierungsmarke für den weiteren Kursverlauf — und das Aufwärtspotenzial begrenzt.
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