Nach einem Kurssprung von fast 46 Prozent seit dem Jahrestief legt die Evotec-Aktie eine Atempause ein. Der Kurs fiel zuletzt um rund drei Prozent auf 6,11 Euro. Auf eine der stärksten Erholungsphasen im deutschen Biotech-Sektor folgt nun eine technische Konsolidierung.
Hinter der jüngsten Rally stehen handfeste operative Treiber. Evotec erwartet eine Vorauszahlung von rund 100 Millionen US-Dollar. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Tubulis an Gilead Sciences. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Später könnten noch meilensteinbasierte Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe fließen. Es ist bereits die vierte erfolgreiche Monetarisierung aus dem Investmentportfolio der Hamburger.
Umbau und ein gespaltenes Kerngeschäft
Parallel dazu treibt das Management das interne Transformationsprogramm „Horizon“ voran. Das Ziel: Evotec will bis Ende 2027 jährlich 75 Millionen Euro einsparen. Dafür reduziert das Unternehmen sein globales Netzwerk auf zehn Standorte. Zusätzlich bündelt der Konzern seine wissenschaftliche Expertise in neuen Kompetenzzentren.
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Ein Blick in die Bilanz zeigt den Grund für den harten Sparkurs. Die frühe Wirkstoffforschung schwächelt spürbar. Dieser Bereich verlor im vergangenen Jahr 13,5 Prozent an Umsatz. Die Sparte Just – Evotec Biologics legte im Gegenzug um rund 40 Prozent zu.
Der Nettoverlust halbierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 104 Millionen Euro. Ein hohes Liquiditätspolster sichert den laufenden Umbau ab. Für das Jahr 2026 stellt der Vorstand einen Umsatz von bis zu 780 Millionen Euro in Aussicht. Mittelfristig will Evotec beim Umsatz die Milliardenmarke knacken.
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Neuer Kopf für den Aufsichtsrat
Auch an der Unternehmensspitze bahnt sich ein Wechsel an. Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung am 11. Juni Dieter Weinand als neuen Vorsitzenden vor. Er soll Iris Löw-Friedrich im Rahmen einer geplanten Nachfolge ablösen. Weinand bringt viel Erfahrung mit. Er saß bereits im Vorstand von Bayer und leitete Geschäfte für Pfizer und Sanofi.
Im zweiten Halbjahr 2026 muss das Management nun liefern. Die operativen Verbesserungen des Horizon-Programms müssen sich dann erstmals im Ertrag niederschlagen. Fließt die Gilead-Zahlung wie geplant, hätte die Aktie ein solides Fundament für weitere Kursgewinne.
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