Evotec: 75 Millionen für Horizon-Transformation

Evotec verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von fast 122 Millionen Euro, belastet durch Umsatzrückgang und hohe Rückstellungen für das Sparprogramm.

Evotec Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettoverlust von fast 122 Millionen Euro
  • Umsatz bricht um 22 Prozent ein
  • Rückstellungen für Sparprogramm belasten Ergebnis
  • Aktie erholt sich trotz Verlusten

Der Umsatz bricht ein. Der Nettoverlust schnellt auf fast 122 Millionen Euro hoch. Evotec spürt im ersten Quartal 2026 massiven Gegenwind. Das Unternehmen steckt mitten in einem teuren Umbau.

Der Konzernumsatz sank um fast 22 Prozent auf 156,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis drehte deutlich ins Minus. Eine fehlende Meilensteinzahlung von Sandoz riss eine Lücke in die Bilanz. Hinzu kamen ungünstige Währungseffekte. Auch die Nachfrage in der Wirkstoffforschung schwächelte spürbar. Ohne diese Sondereffekte wäre der Umsatz laut Management nur um rund sechs Prozent gesunken.

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Radikaler Umbau kostet Geld

Der Fokus liegt nun auf dem Sparprogramm „Horizon“. Evotec bildete dafür Rückstellungen in Höhe von 75 Millionen Euro. Diese belasten das aktuelle Quartalsergebnis stark. Das Ziel: Der Konzern will seine jährlichen Kosten bis 2027 um denselben Betrag senken. Dafür schließt das Management Standorte und baut Stellen ab. Künftig soll es weltweit nur noch zehn Niederlassungen geben. Bereits in diesem Jahr sollen erste Einsparungen greifen.

Parallel dazu prüfen externe Berater strategische Optionen für die Zukunft. Die Börse honoriert die harten Einschnitte offenbar. Die Evotec-Aktie legte auf Monatssicht um 23 Prozent zu. Sie notiert aktuell bei 5,50 Euro. Damit hat sich der Kurs vom Jahrestief bei 4,14 Euro wieder ein Stück entfernt.

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Management hält an Zielen fest

Trotz des schwachen Starts bestätigt der Vorstand die Jahresprognose. Das Management erwartet für 2026 einen Umsatz von bis zu 780 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll im positiven Bereich landen. Die Hoffnung ruht auf dem zweiten Halbjahr. Dann erwartet das Unternehmen eine Markterholung. Ein geplanter Verkauf von Tubulis-Anteilen an Gilead soll zudem frisches Geld in Millionenhöhe bringen.

Frischen Wind gibt es auch in der Führungsetage. Seit Mai steuert Claire Hinshelwood als neue Finanzchefin die Zahlen. Ingrid Müller übernimmt zeitgleich den Posten der operativen Chefin. Auf das neue Duo wartet direkt die nächste Aufgabe. Sie müssen die geplanten Kostensenkungen nun im laufenden Geschäftsjahr umsetzen.

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