Der Jahresfinanzbericht am 8. April ist für Evotec-Anleger längst mehr als ein Pflichttermin. Nach einer enttäuschenden Prognose, die das erwartete EBITDA 2026 auf 0 bis 40 Millionen Euro beziffert — Analysten hatten über 80 Millionen Euro kalkuliert — wartet der Markt auf belastbare Zahlen, die den tatsächlichen Stand des Restrukturierungsprogramms „Horizon“ dokumentieren.
Zwei Deals, eine offene Rechnung
Operativ hat Evotec zuletzt durchaus Substanzielles geliefert. Bristol Myers Squibb hat eine Phase-1-Studie mit dem CELMoD-Wirkstoff BMS-986506 beim klarzelligen Nierenzellkarzinom gestartet — und damit eine Meilensteinzahlung von 10 Millionen US-Dollar an Evotec ausgelöst. Die Kooperation, die auf Evotecs KI-Plattform PanHunter und der Multi-Omics-Plattform PanOmics basiert, läuft bereits seit 2018. Ergänzt wird das durch eine Vereinbarung mit der US-Behörde BARDA zur Optimierung der Antikörper-Bioproduktion gegen Ebola-Viren.
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Am Markt verpufften beide Meldungen nahezu wirkungslos. Das Gewicht der schwachen Jahresprognose drückt schwerer als positive Partnersignale.
Berenberg senkt Kursziel, bleibt trotzdem optimistisch
Analyst Christian Ehmann von Berenberg hat das Kursziel marginal von 10,00 auf 9,70 Euro gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Seine Begründung: Der Ausblick vom 10. März habe die eigenen Erwartungen deutlich verfehlt, und „Horizon“ überschatte derzeit alle anderen Entwicklungen. Langfristig setzt Berenberg auf eine Erholung im Segment Discovery & Preclinical Development sowie auf das Wachstumspotenzial von Just-Evotec Biologics, das ab 2027 wieder anziehen könnte.
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Was „Horizon“ konkret bedeutet
Das Restrukturierungsprogramm ist keine Kleinigkeit. Bis zu 800 Stellen sollen abgebaut, die weltweiten Standorte auf zehn reduziert werden — inklusive der vollständigen Schließung des Münchner Standorts. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 100 Millionen Euro. Ab Ende 2027 sollen jährliche Einsparungen von 75 Millionen Euro gegenüberstehen.
Am 8. April erscheint der Jahresfinanzbericht, am 6. Mai folgt die erste Quartalsmitteilung 2026. Diese beiden Termine liefern die ersten konkreten Daten, an denen sich ablesen lässt, ob „Horizon“ im Plan liegt — und ob die Prognose von 0 bis 40 Millionen Euro EBITDA eher das untere oder obere Ende ansteuert.
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