Die Evotec-Aktie zeigt seit zwei Handelstagen deutliche Lebenszeichen. Ein Plus von fast 13 Prozent steht zu Buche – der Kurs kletterte via Xetra zuletzt um 6,72 Prozent auf 6,17 Euro. Dahinter stecken gleich zwei Katalysatoren: frische Fördermittel für die US-Tochter und Spekulationen über eine mögliche Übernahme.
Millionen von der Gates-Stiftung
Just – Evotec Biologics aus Seattle hat eine neue Förderung der Gates-Stiftung eingefahren. Die Investition ermöglicht über die kommenden drei Jahre zehn neue Projekte mit der hauseigenen KI-gestützten Moleküldesign-Suite J.MD. Im Fokus stehen Biotherapeutika für weltweit relevante Gesundheitsindikationen – insbesondere für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Das Besondere an J.MD: Die Plattform optimiert das molekulare Design bereits in frühen Entwicklungsphasen und gewährleistet so Herstellbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit der Biologika. Das Ziel ist klar: Kosten senken, globalen Zugang erweitern und Risiken wie Immunogenität minimieren. Die Partnerschaft mit der Gates-Stiftung läuft bereits seit 2014 und hat mehrere cGMP-Produktionskampagnen für RSV-, Malaria- und HIV-Antikörper hervorgebracht.
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Konkrete Zahlen zur Förderhöhe nannte der Hamburger Konzern allerdings nicht. Die Investition trägt die Kennung INV072135 und richtet sich gezielt an ausgewählte Partner der Stiftung.
Amgen-Deal befeuert Kursrally
Doch nicht nur die Gates-Förderung treibt die Aktie. Händler verweisen auf Übernahmefantasien, die durch den Amgen-Deal mit Dark Blue Therapeutics ausgelöst wurden. Evotec hält rund 21 Prozent an Dark Blue – und profitiert nun von der bis zu 840 Millionen US-Dollar schweren Übernahme.
RBC-Analyst Charles Weston spricht von einem „guten Geschäft“ für Evotec. Die Vorabzahlung könne bis zu fünf Prozent des aktuellen Börsenwerts ausmachen und langfristig weitere Zahlungen nach sich ziehen. Für einen Vermögenswert, den Weston bislang in seinem Bewertungsmodell mit null angesetzt hatte, ein klarer Gewinn.
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Konsolidierungsdruck als Kurstreiber?
Könnte Evotec selbst ins Fadenkreuz potenzieller Käufer geraten? Händler halten das nicht für ausgeschlossen. „Über Evotec wurde bereits öfter als Übernahmeziel spekuliert“, bestätigt ein Marktteilnehmer. Aktienexperte Andreas Lipkow sieht einen Konsolidierungsdruck in Teilen der Pharmabranche – was gerade kleine und mittelgroße Player attraktiv mache.
Hinzu kommt: Defensive Branchen wie Pharma stehen derzeit im Fokus risikoaverser Investoren. Die Suche nach stabilen Anlagen könnte der Evotec-Aktie zusätzlichen Rückenwind verleihen.
Was bleibt offen?
Die Frage, auf die sich laut Weston die meisten Anleger konzentrieren, ist eine andere: Wann erholt sich das präklinische Forschungs- und Entwicklungsgeschäft? Und: Können aus dem Just-Biologics-Bereich weitere signifikante Deals hervorgehen? Die Antworten darauf bleiben vorerst aus – doch die aktuelle Dynamik zeigt: Evotec ist zurück auf dem Radar der Investoren.
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