Evotec Aktie: Großaktionär macht Druck

Der aktivistische Investor MAK Capital drängt auf einen Spin-off der wachstumsstarken Biologics-Sparte von Evotec, was die laufende Restrukturierung des Unternehmens herausfordert.

Evotec Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktivisteninvestor erhöht Anteil auf rund sieben Prozent
  • Forderung nach Börsengang der Biologics-Tochtergesellschaft
  • Evotec befindet sich in sensibler Restrukturierungsphase
  • Analysten bewerten Aktie vor Jahresbericht unterschiedlich

Der Hamburger Wirkstoffforscher Evotec gerät ins Visier eines aktivistischen Investors. Nachdem MAK Capital seinen Anteil auf rund sieben Prozent ausgebaut hat, fordert die Investmentgesellschaft nun weitreichende strategische Einschnitte. Im Zentrum des Vorstoßes steht die Abspaltung der lukrativen US-Tochter Just-Evotec Biologics, um den Unternehmenswert wieder zu steigern.

Die Forderungen des Aktivisten

Laut aktuellen SEC-Meldungen strebt MAK Capital eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Konzernzukunft an. Der Investor verlangt einen Sitz im Aufsichtsrat und drängt auf einen Börsengang oder Spin-off der Biologics-Sparte. Diese Tochtergesellschaft entwickelte sich zuletzt zum klaren Wachstumsmotor und verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von rund 40 Prozent auf 259 Millionen Euro. Eine Eigenständigkeit dieses Bereichs soll nach Ansicht des Großaktionärs signifikante Werte für die Anteilseigner freisetzen.

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Konflikt mit der laufenden Restrukturierung

Dieser Vorstoß trifft das Management in einer ohnehin sensiblen Umbruchphase. Erst Mitte März präsentierte Evotec die Strategie „Horizon“, die eine Reduzierung der weltweiten Standorte von 19 auf 10 sowie jährliche Einsparungen von 75 Millionen Euro bis 2027 vorsieht. Die teure Restrukturierung des Kerngeschäfts belastet die Bilanz schwer, was das schwache Marktsentiment der jüngsten Vergangenheit erklärt. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 22 Prozent an Wert verloren und notiert mit einem aktuellen Schlusskurs von 4,33 Euro weit entfernt von früheren Höchstständen.

Analysten uneins vor wichtigem Termin

Trotz des von Evotec ausgerufenen Übergangsjahres 2026, für das ein bereinigtes Konzern-EBITDA von maximal 40 Millionen Euro erwartet wird, bewerten Analysten die Situation höchst unterschiedlich. Die Spanne der Einschätzungen reicht von 4,50 Euro (Deutsche Bank) bis hin zu optimistischen 9,70 Euro (Berenberg Bank). Am 8. April wird Evotec seinen vollständigen Jahresbericht für 2025 vorlegen. An diesem Termin erwarten Marktbeobachter konkrete Stellungnahmen des Managements, wie mit den Abspaltungsforderungen von MAK Capital umgegangen wird.

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