Der 8. April rückt näher — und mit ihm der erste belastbare Rechenschaftsbericht für ein Unternehmen im Umbau. Evotec hat seinen Finanzkalender für 2026 veröffentlicht und damit klare Prüftermine gesetzt, an denen das Management liefern muss.
Horizon drückt auf die Zahlen
Das Restrukturierungsprogramm „Horizon“ bleibt das beherrschende Thema. Evotec hat 2026 offiziell zum Übergangsjahr erklärt: Die Erlöse sollen zwischen 700 und 780 Millionen Euro liegen, das bereinigte EBITDA könnte im schlechtesten Fall auf null schrumpfen. Analysten hatten zuvor mehr als 80 Millionen Euro veranschlagt — eine erhebliche Lücke.
Das Programm sieht den Abbau von bis zu 800 Stellen und die Konzentration auf weltweit zehn Standorte vor, einschließlich der vollständigen Schließung des Münchener Standorts. Die Restrukturierung kostet zunächst rund 100 Millionen Euro; erste Einsparungen von jährlich 75 Millionen Euro erwartet das Unternehmen ab Ende 2027.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Evotec?
Operative Fortschritte verpuffen am Markt
Dabei fehlt es nicht an substanziellen Meldungen. Im März startete Partner Bristol Myers Squibb eine Phase-1-Studie für den CELMoD-Wirkstoff BMS-986506 beim klarzelligen Nierenzellkarzinom — ein Meilenstein, der Evotec eine Zahlung von 10 Millionen US-Dollar einbringt. Zusätzlich hat die Tochter Just-Evotec Biologics eine Vereinbarung mit der US-Behörde BARDA zur Optimierung der Bioproduktion von Antikörpern gegen Ebola und verwandte Viren geschlossen.
Die Aktie reagierte auf beide Nachrichten kaum. Das Papier notiert rund 49 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und damit knapp über dem jüngsten Mehrjahrestief — ein Zeichen, dass das strukturelle Bild die operativen Einzelerfolge vorerst überlagert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Evotec?
Berenberg bleibt trotz gesenktem Kursziel von 9,70 Euro bei „Buy“ und verweist auf langfristiges Erholungspotenzial — insbesondere durch das Segment Discovery & Preclinical Development sowie Just-Evotec Biologics, das ab 2027 wieder stärker wachsen könnte. Analyst Christian Ehmann räumt jedoch ein, dass der Ausblick vom 10. März die eigenen Erwartungen deutlich verfehlt habe.
Am 8. April muss Evotec mit dem Jahresabschluss zeigen, wie nah die tatsächlichen Ergebnisse an den bereits gesenkten Erwartungen liegen — und ob das Management beim Fortschritt von „Horizon“ konkrete Zahlen vorlegen kann. Weitere Zwischenstände folgen am 6. Mai und 13. August.
Evotec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evotec-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Evotec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evotec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evotec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


