Wenige Tage vor der Präsentation der Jahreszahlen treibt Evotec seine strategische Neuausrichtung voran. Mit der Verpflichtung von Dr. Ashiq H. Khan als neuen Vertriebschef setzt das Management einen klaren Schwerpunkt. Der erfahrene Manager mit Fokus auf Künstliche Intelligenz soll die kommerzielle Schlagkraft aufbauen, die als zentrale Säule des aktuellen Transformationsplans gilt.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
Seit dem 1. April leitet Khan als Chief Commercial Officer die globalen Vertriebsaktivitäten. Er bringt über 15 Jahre Erfahrung aus der Biotech-Branche mit und war zuletzt beim KI-Spezialisten Iktos tätig. Seine Erfolgsbilanz umfasst Vertragsabschlüsse im Wert von mehr als sieben Milliarden US-Dollar. Diese Expertise in KI-getriebenen Plattformgeschäften passt exakt zur neuen Strategie von CEO Christian Wojczewski, der die kommerzielle Ausführung kürzlich zur Top-Priorität erklärte.
Umbau zeigt erste Wirkung
Der Konzern befindet sich in einer harten Umbruchphase. Während Evotec Standorte von 19 auf 10 reduziert und weltweit Stellen abbaut, wird die Vertriebsorganisation gezielt erweitert. Ziel ist es, deutlich schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Laut dem Management greifen die Maßnahmen bereits: Die Reaktionszeiten auf Angebotsanfragen sinken, und der Auftragseingang stabilisiert sich allmählich.
Gedämpfte Erwartungen für 2025
Wie dringend diese kommerzielle Neuausrichtung ist, wird sich am kommenden Mittwoch, dem 8. April, zeigen. Dann präsentiert Evotec die finalen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Die vorläufigen Daten zeichnen ein gemischtes Bild. Der Konzernumsatz sank auf 788 Millionen Euro, wobei das Kerngeschäft Discovery um 16 Prozent einbrach. Lediglich die Biologics-Sparte verhinderte mit einem Wachstum von 40 Prozent auf 259 Millionen Euro einen stärkeren Rückgang.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet Evotec mit Erlösen zwischen 700 und 780 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA von maximal 40 Millionen Euro. Der laufende Konzernumbau soll bis Ende 2027 jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro bringen. Erste positive Effekte auf das operative Ergebnis erwartet das Management ab der zweiten Jahreshälfte 2026, bevor mittelfristig wieder die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro ins Visier genommen wird.
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