Der 8. April ist für Evotec mehr als ein Berichtstermin. Das Hamburger Biotech-Unternehmen präsentiert dann den vollständigen Jahresabschluss 2025 sowie die detaillierte Guidance für das laufende Jahr — und muss dabei zeigen, ob der tiefgreifende Umbau des Konzerns auf Kurs liegt.
Die Vorzeichen sind bekannt, aber nicht beruhigend. Vorab veröffentlichte Zahlen zeigen einen Konzernumsatz von 788 Millionen Euro für 2025, wobei das wichtige Discovery-Segment um 16 Prozent auf 529 Millionen Euro einbrach. Einziger Lichtblick war die Biologics-Sparte Just Evotec Biologics mit einem Plus von 40 Prozent auf 259 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn stieg zwar auf 41 Millionen Euro — doch die Prognose für 2026 trübt das Bild erheblich.
Guidance unter Markterwartungen
Für das laufende Jahr erwartet Evotec Erlöse zwischen 700 und 780 Millionen Euro. Selbst der obere Rand dieser Spanne liegt damit unter dem Niveau von 2025. Das bereinigte EBITDA könnte auf null bis 40 Millionen Euro sinken. Das Unternehmen bezeichnet 2026 ausdrücklich als Übergangsjahr, in dem operative Verbesserungen erst ab der zweiten Jahreshälfte greifen sollen.
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Parallel läuft das Restrukturierungsprogramm „Horizon“: Evotec will sein Standortnetz von 19 auf 10 Standorte reduzieren, bis zu 800 Stellen abbauen — knapp ein Fünftel der Belegschaft — und Forschungsbereiche in Centers of Excellence bündeln. Die Kosteneinsparungen von jährlich rund 75 Millionen Euro sind bis Ende 2027 geplant, die Restrukturierungskosten belaufen sich auf rund 100 Millionen Euro in bar bis 2028.
Operative Signale, begrenzte Marktwirkung
Zuletzt gab es durchaus positive Entwicklungen. Bristol Myers Squibb startete eine Phase-1-Studie mit dem CELMoD-Wirkstoff BMS-986506 beim klarzelligen Nierenzellkarzinom und löste damit eine Meilensteinzahlung von 10 Millionen US-Dollar aus — basierend auf Evotecs KI-Plattform PanHunter. Zudem erhielt die Biologics-Sparte einen BARDA-Fördervertrag zur Entwicklung eines Antikörper-Cocktails gegen Filovirus-Erkrankungen wie Ebola, mit einem Optionsvolumen von bis zu 10 Millionen US-Dollar.
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Am Markt verpufften diese Impulse weitgehend. Die Aktie notiert rund 25 Prozent unterhalb ihrer 200-Tage-Linie und hat seit Jahresbeginn knapp ein Fünftel ihres Wertes verloren.
Mittelfristziele als Orientierung
Mittelfristig peilt Evotec bis 2028 ein Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent jährlich sowie bereinigte EBITDA-Margen von über 20 Prozent an. Bis 2030 soll der Konzernumsatz die Milliarden-Marke überschreiten. Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell „Horizon“ greift.
Am 8. April werden die Managementkommentare zu Cash-Burn und zum konkreten Fortschritt des Programms entscheidend sein. Weitere Zwischenstände folgen am 6. Mai und 13. August 2026.
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