Das Hamburger Biotech-Unternehmen zieht die Reißleine. Mit einem drastischen Restrukturierungsprogramm will Evotec massiv Kosten senken, doch der zeitgleich veröffentlichte Ausblick auf das laufende Jahr verdirbt den Anlegern die Stimmung. Kann der Konzern mit diesem harten Schnitt das Ruder langfristig herumreißen?
Programm „Horizon“ fordert Opfer
Unter dem Namen „Horizon“ hat das Management ein tiefgreifendes Transformationsprogramm angekündigt. Die Maßnahmen fallen weitreichend aus: Weltweit sollen bis zu 800 Arbeitsplätze abgebaut und das Standortnetzwerk in den kommenden zwei Jahren von 14 auf zehn Niederlassungen ausgedünnt werden. Davon ist auch der Standort München betroffen, der vollständig geschlossen wird.
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Ziel dieser Verschlankung ist es, die Forschungskompetenzen zu bündeln und ab Ende 2027 jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro zu erzielen. Dem stehen allerdings zunächst hohe Belastungen gegenüber: Für die Umsetzung der Neustrukturierung kalkuliert der Konzern bis 2028 mit Kosten von etwa 100 Millionen Euro.
Schwacher Ausblick drückt den Kurs
Dass der Markt auf diese Pläne äußerst negativ reagierte, liegt vor allem an der enttäuschenden Prognose für 2026. Das Management deklariert das laufende Jahr explizit als Übergangsjahr. Beim Umsatz rechnet Evotec nur noch mit 700 bis 780 Millionen Euro, was einen spürbaren Rückgang gegenüber den vorläufigen 788 Millionen Euro aus 2025 bedeuten würde. Auch das bereinigte EBITDA dürfte mit einer Spanne von null bis 40 Millionen Euro schwächer ausfallen als die im Vorjahr erreichten 41 Millionen Euro.
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Die Quittung der Marktteilnehmer folgte prompt. Die Aktie rutschte am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Tief von exakt 4,61 Euro ab. Damit summiert sich der Kursverlust der vergangenen 30 Tage auf deutliche 26 Prozent. Der Titel bewegt sich nun weit unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 6,05 Euro, was die anhaltende technische Schwäche unterstreicht.
Der radikale Umbau ist ein notwendiger Schritt, um die Profitabilität langfristig wiederherzustellen, verlangt den Investoren im laufenden Übergangsjahr jedoch erhebliche Zugeständnisse ab. Weitere Details zur finanziellen Verfassung und zur genauen Taktung der Standortschließungen folgen im April, wenn Evotec die endgültigen Jahresergebnisse präsentiert.
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