Der Hamburger Biotech-Konzern Evotec verordnet sich eine harte Schrumpfkur. Während das neue Restrukturierungsprogramm „Horizon“ die Kosten massiv senken soll, verschreckt ein schwacher Ausblick für das laufende Jahr die Anleger. Die Folge ist ein deutlicher Kursrückgang, der den Titel auf tiefste Niveaus drückt.
Radikaler Umbau und schwache Aussichten
Verantwortlich für den aktuellen Druck auf das Papier ist die enttäuschende Prognose für 2026, das vom Management offiziell als Übergangsjahr deklariert wurde. Mit erwarteten Erlösen von 700 bis 780 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA zwischen null und 40 Millionen Euro bleibt das Unternehmen weit hinter den Markterwartungen zurück.
Um gegenzusteuern, greift Evotec tief in die Unternehmensstruktur ein. Das Programm „Horizon“ sieht eine Reduzierung auf zehn weltweite Standorte und den Abbau von bis zu 800 Stellen vor. Bis Ende 2027 sollen durch diese Maßnahmen jährliche Einsparungen von 75 Millionen Euro erzielt werden.
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Analysten reagieren auf neues Tief
Der Kapitalmarkt quittiert den strategischen Umbau mit Skepsis. Am heutigen Freitag gab die Aktie um weitere 5,66 Prozent nach und markierte bei exakt 4,05 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus des Papiers damit auf knapp 27 Prozent.
Auch Analysten passen ihre Modelle an die neue Realität an. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel infolge der schwachen Umsatzsignale deutlich von 6,00 auf 4,50 Euro, beließ die Einstufung aber auf „Hold“. Zusätzliche Unsicherheit bringt die Meldung, dass eine US-Kanzlei derzeit potenzielle Ansprüche von Investoren prüft.
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Milliardenziel bleibt bestehen
Trotz der anstehenden Restrukturierungsaufwendungen von rund 100 Millionen Euro hält das Management an seinen langfristigen Ambitionen fest. Bis 2030 peilt Evotec einen Konzernumsatz von über einer Milliarde Euro sowie eine EBITDA-Marge von 20 Prozent an. Ein wesentlicher Hoffnungsträger ist dabei die Sparte Just – Evotec Biologics, die laut vorläufigen Zahlen 2025 ein starkes Wachstum von 40 Prozent verzeichnete. Das klassische Discovery-Geschäft schrumpfte hingegen um 13 Prozent.
Der nächste wichtige Termin für den Kapitalmarkt steht bereits fest. Am 8. April wird Evotec die finalen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Dort wird das Management detailliert aufzeigen müssen, wie die massiven Standortreduzierungen ohne Störungen der laufenden Kundenprogramme umgesetzt werden sollen.
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