Das neue Restrukturierungsprogramm sollte eigentlich Vertrauen schaffen und die Weichen für die Zukunft stellen. Stattdessen schickte der Hamburger Biotech-Dienstleister Evotec mit einer drastisch gesenkten Gewinnprognose Schockwellen durch den Markt. Während das Management einen harten Sparkurs ausruft, ziehen Anleger massiv Kapital ab.
Radikaler Umbau trifft auf schwache Zahlen
Mit dem Transformationsprogramm „Horizon“ reagiert die Führungsebene auf die anhaltende Schwäche im Kerngeschäft. Bis zu 800 Stellen fallen weg, das globale Standortnetz schrumpft auf zehn Niederlassungen. Ziel sind jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro ab Ende 2027, denen zunächst hohe Restrukturierungskosten gegenüberstehen.
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Den eigentlichen Ausverkauf an der Börse löste allerdings der Blick auf das laufende Jahr aus. Evotec peilt für 2026 ein bereinigtes EBITDA von lediglich 0 bis 40 Millionen Euro an. Dieser Wert verfehlt die Analystenerwartungen von über 80 Millionen Euro massiv und verdeutlicht den Ernst der aktuellen Ertragslage. Auch der prognostizierte Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro signalisiert im besten Fall Stagnation gegenüber den vorläufigen Zahlen des Vorjahres.
Ein Lichtblick und ein tiefer Fall
Operativ zeigt sich ein tief gespaltenes Bild. Während das klassische Forschungsgeschäft schrumpft und in die roten Zahlen rutschte, glänzt die Biologics-Sparte mit einem Umsatzplus von rund 40 Prozent. Dieser einzige Lichtblick reichte jedoch nicht aus, um die Flucht der Investoren zu stoppen.
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Der Markt strafte die Papiere gnadenlos ab. Innerhalb von nur sieben Tagen brach der Kurs um über 24 Prozent ein. Zum Wochenschluss fiel das Papier exakt auf das neue 52-Wochen-Tief von 4,14 Euro zurück. Zu der fundamentalen Schwäche gesellt sich nun branchenüblicher juristischer Ärger: Erste US-Kanzleien prüfen im Namen von Aktionären nach dem Kursrutsch bereits mögliche rechtliche Schritte.
Trotz der aktuellen Krise hält das Unternehmen an seinen langfristigen Ambitionen fest und peilt bis 2030 einen Konzernumsatz von über einer Milliarde Euro an. Bevor der Markt diese Vision wieder einpreist, muss das Management zwingend operative Stabilität beweisen. Den nächsten konkreten Datenpunkt für diese Bewertung liefert Evotec am 8. April mit der Vorlage der finalen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.
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