Evotec präsentiert sich in dieser Woche auf zwei großen Branchenmessen in den USA. Hinter den Kulissen wächst der Druck auf das Management. Der aktivistische Großaktionär MAK Capital fordert einen radikalen Schnitt für die Biologics-Sparte.
Milliardenwert im Visier
In New York und Seattle rückt die Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics ins Rampenlicht. Dort stellt der Wirkstoffforscher seine neue J.Train-Plattform vor. Diese soll die Produktion von Biopharmazeutika deutlich beschleunigen.
Genau diese Sparte weckt Begehrlichkeiten. MAK Capital hält rund sieben Prozent der Evotec-Anteile. Die Investmentgesellschaft drängt auf einen Carve-out und einen anschließenden US-Börsengang der Einheit. Den potenziellen Wert beziffert der Investor auf über eine Milliarde Euro.
Umbau unter Zeitdruck
Das Management hält bisher an seinem eigenen Transformationsprogramm „Horizon“ fest. Das Ziel: Evotec will die globale Präsenz auf zehn Standorte schrumpfen. Bis Ende 2027 plant der Konzern Einsparungen von rund 75 Millionen Euro.
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Die Umsetzung übernimmt bald eine neue Kraft. Dr. Ingrid Müller tritt am 1. Mai als Chief Operating Officer an. Sie muss die Restrukturierung schnell vorantreiben. MAK Capital fordert auch hier mehr Tempo und personelle Konsequenzen im Aufsichtsrat.
Rote Zahlen erwartet
Kurzfristig bleibt das operative Geschäft eine Baustelle. Die Analysten von HC Wainwright rechnen für das anstehende Quartalsergebnis mit einem Verlust. Experte S. Ramakanth prognostiziert ein Minus von 0,11 US-Dollar je Aktie. Trotz der roten Zahlen bestätigt das Institut die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von sieben US-Dollar.
Am Aktienmarkt überwiegt derzeit die Skepsis. Der Kurs rutschte zum Wochenstart auf 5,44 Euro ab. Für das laufende Jahr peilt Evotec einen Umsatz von bis zu 780 Millionen Euro an. Operative Fortschritte erwartet das Management laut eigener Prognose erst in der zweiten Jahreshälfte.
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