Evotec Aktie: Umsatz stürzt 22 Prozent ab

Evotecs Konzernumbau führt zu deutlichem Umsatzrückgang und operativem Verlust im ersten Quartal.

Evotec Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz sinkt um fast 22 Prozent
  • Restrukturierung kostet 75 Millionen Euro
  • Operativer Verlust von 22 Millionen Euro
  • Jahresprognose trotz Verlusten bestätigt

Evotec zahlt den vollen Preis für seinen Konzernumbau. Im ersten Quartal stürzt der Umsatz ab. Das operative Ergebnis rutscht tief ins Minus. Das Management hält trotzdem stur an seiner Jahresprognose fest.

Der Konzernumsatz sank um fast 22 Prozent auf 156,6 Millionen Euro. Zwei Faktoren belasten die Bilanz: Zum einen fehlte eine lukrative Sandoz-Lizenzzahlung aus dem Vorjahr, zum anderen schwächelt die Nachfrage in der frühen Wirkstoffforschung weiter.

Radikalkur drückt das Ergebnis

Die Kosten für das Transformationsprogramm Horizon schlagen voll durch. Evotec verbuchte eine Restrukturierungsrückstellung von 75 Millionen Euro. Das Geld fließt primär in Abfindungen und Abschreibungen auf Anlagen.

Die Folge: Das bereinigte operative Ergebnis stürzte ab. Aus einem leichten Vorjahresgewinn wurde ein Verlust von fast 22 Millionen Euro. Das Management will das globale Netz auf zehn Standorte schrumpfen. Bis Ende 2027 strebt Evotec jährliche Einsparungen in Millionenhöhe an.

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Frisches Geld aus Verkäufen

Trotz des schwachen Jahresstarts bleibt das finanzielle Polster dick. Die Liquidität liegt bei rund 445 Millionen Euro. Ein geplanter Portfolioverkauf bringt bald weitere Mittel. Aus dem Verkauf der Tubulis-Beteiligung erwartet Evotec eine Vorabzahlung von 100 Millionen US-Dollar von Gilead Sciences.

Parallel zum Sparprogramm prüft das Unternehmen weitere strategische Optionen. Der Vorstand stellt das gesamte Portfolio und die Kapitalstruktur auf den Prüfstand. Operative Lichtblicke gibt es derweil aus dem Labor. Eine KI-gestützte Kooperation mit Almirall lieferte ungewöhnlich schnell einen neuen Entwicklungskandidaten für Hauterkrankungen.

An der Börse bleibt die Nervosität spürbar hoch. Kürzlich fiel die Aktie unter die wichtige Marke von 4,58 Euro. Das Management verteidigt dennoch die Ziele für das laufende Jahr. Evotec erwartet einen operativen Gewinn von maximal 40 Millionen Euro. Erste Verbesserungen sollen in der zweiten Jahreshälfte greifen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.