Evotec bleibt unter Druck. Der Kurs liegt bei 5,04 Euro und damit leicht unter dem Vortag. Seit Jahresanfang hat die Aktie rund 9 Prozent verloren.
Der Biotech-Wert kämpft weiter mit schwachen Fundamentaldaten. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 156,64 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von gut 21 Prozent. Unterm Strich stand ein Verlust je Aktie von 0,69 Euro nach minus 0,18 Euro im Vorjahresquartal.
Schwache Zahlen belasten
Die Börse reagiert vor allem auf die anhaltende Ertragsschwäche. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten weiter einen negativen Gewinn je Aktie von 0,672 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von minus 6,88 spiegelt diese Lage klar wider.
Auch der längerfristige Chart bleibt angeschlagen. Die Aktie notiert rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 7,75 Euro. Vom Tief bei 4,02 Euro hat sie sich zwar etwas gelöst, der Abstand beträgt aber noch immer nur gut 25 Prozent.
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KI-Aufbau als Gegengewicht
Parallel dazu versucht das Management, die technologische Seite zu stärken. Zum Monatswechsel ernannte Evotec Rui Wang zum Head of Global In Silico & AI. Er kommt von AstraZeneca und soll die Arbeit mit computergestützten Methoden in der Medikamentenentwicklung ausbauen.
Das ist ein sinnvoller Schritt, ändert aber nichts am kurzfristigen Druck. Die Aktie handelt unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 5,64 Euro und bleibt damit in einem technisch schwachen Bereich. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4,96 Euro zeigt immerhin, dass der Titel auf kurze Sicht nicht weit davon entfernt ist.
Evotec muss nun zeigen, dass die neue KI-Ausrichtung schneller in operative Fortschritte übersetzt wird. Dazu kommt die Finanzierung als Thema, denn das Unternehmen hat bereits eine Wandelanleihe über 116,1 Millionen Euro platziert. Für den Kurs bleibt damit entscheidend, ob aus Strategie bald messbare Ergebnisse werden.
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