Evotec: RBC sieht 10 Euro, Deutsche Bank 4,50

Evotec präsentiert am 6. Mai die Q1-Zahlen 2026 unter dem Druck von Restrukturierung und aktivistischem Investor MAK Capital.

Evotec Aktie
Kurz & knapp:
  • Q1-Bericht am 6. Mai 2026
  • Restrukturierungsprogramm Horizon läuft
  • MAK Capital fordert Abspaltung
  • Gilead-Zahlung als finanzieller Puffer

Am 6. Mai legt Evotec seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — und der Zeitpunkt ist alles andere als komfortabel. Der Biotech-Konzern steckt mitten in einer Restrukturierung, ein aktivistischer Investor erhöht den Druck, und die Aktie notiert rund 31 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr.

Horizon-Programm: Früchte noch nicht reif

Das Management hat 2026 selbst als Übergangsjahr definiert. Das Transformationsprogramm „Horizon“ zielt auf jährliche Kosteneinsparungen von 75 Millionen Euro bis Ende 2027 — ein erheblicher Hebel für ein Unternehmen, das für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA zwischen null und 40 Millionen Euro anpeilt. Konkret bedeutet das: Verschlankung auf zehn globale Standorte, vereinfachte Strukturen, niedrigere Kostenbasis.

Erste Effizienzgewinne erwartet das Management erst in der zweiten Jahreshälfte. Für die Q1-Zahlen liegt die Latte damit niedrig — aber der Markt wird trotzdem genau hinsehen.

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MAK Capital fordert strukturellen Einschnitt

Parallel zum laufenden Umbau wächst der externe Druck. MAK Capital hat seinen Anteil auf rund sieben Prozent ausgebaut und fordert nun die Abspaltung der US-Tochter Just-Evotec Biologics. Der Fonds schätzt, dass ein separates Listing Just Biologics auf über eine Milliarde Euro heben könnte — bemerkenswert, weil der gesamte Evotec-Konzern derzeit mit rund 796 Millionen Euro bewertet wird.

MAK Capital kritisiert offen, dass der Umbau zu schleppend vorangeht. Operative Verbesserungen müssten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 sichtbar werden — nicht erst 2027.

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Gilead-Zahlung als Puffer

Einen konkreten Rückhalt liefert der Tubulis-Deal. Evotec erwartet aus dem Verkauf von Tubulis an Gilead Sciences eine Vorauszahlung von rund 100 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich üblicher Bedingungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026. Hinzu kommen meilensteinabhängige Zahlungen von bis zu 58 Millionen US-Dollar.

Die Analysten sind gespalten: RBC Capital Markets sieht Kurspotenzial bis 10,00 Euro und empfiehlt den Kauf. Die Deutsche Bank hält dagegen 4,50 Euro für fair — also weniger als den aktuellen Kurs von 5,14 Euro.

Ob die Q1-Zahlen am 6. Mai Fortschritte zeigen oder MAK Capital neue Argumente für seinen Vorstoß liefern, hängt vor allem daran: Wie viel vom Horizon-Programm ist bereits messbar — und wie klar kommuniziert das Management den Pfad in die zweite Jahreshälfte?

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