FedEx-Anleger erleben zur Wochenmitte eine böse Überraschung. Trotz eines deutlichen Umsatzsprungs bricht die Aktie am Mittwoch um über sieben Prozent ein. Händler reagieren nervös auf die Details des Konzernumbaus und anhaltende Schwächen im Paketgeschäft.

Gemischte Bilanz trotz Wachstum

Im vierten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz auf 25 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 22,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 6,31 Dollar. Kostensenkungen und starke Erträge im internationalen Express-Versand trieben das Ergebnis an.

Allerdings zeigt das operative Geschäft Risse. Im Bereich „Ground Economy“ schrumpfte das Volumen um fünf Prozent. Dieser Rückgang dürfte das gesamte Jahr 2026 belasten. FedEx passt parallel dazu sein Netzwerk an, um auf veränderte globale Handelsrouten zu reagieren.

Abspaltung der Frachtsparte

Der Konzernumbau erreichte am 1. Juni seinen Höhepunkt. FedEx vollzog die Abspaltung der Frachtsparte in ein eigenständiges Unternehmen. Dieser Schritt spülte rund 4,1 Milliarden Dollar in die Kassen des Mutterkonzerns. Das Management plant, mit diesem Geld Schulden abzubauen und Aktien zurückzukaufen.

Anleger quittieren die Nachrichten mit Verkäufen. Der Kurs sank auf 260,10 Euro — ein Minus von 24 Prozent innerhalb eines Monats. Damit notiert das Papier fast 27 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Technischer Ausblick und Dividende

Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 29 signalisiert eine technisch überverkaufte Lage. Für die zweite Jahreshälfte stellt FedEx dennoch weiteres Wachstum in Aussicht.

Ab August sollen Rückerstattungen aus Zolltarifen an Kunden fließen. Die Dividende steigt um fünf Prozent. Parallel dazu stellt der Konzern sein Geschäftsjahr künftig auf das Kalenderjahr um.