Fermis Rechenzentrums-Mietvertrag mit TensorWave über 222 MW ist nach Ablauf der Abschlussfrist am 31. Oktober nicht wirksam geworden. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass weiterhin Bedingungen für den Abschluss ausstehen, darunter die Baufinanzierung auf Projektebene. Fermi erwartet, die Verhandlungen bei der anstehenden Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen zu erörtern.

Beide Seiten arbeiten am Abschluss

Nach Angaben von Fermi hat keine der beiden Parteien ihre Kündigungsrechte ausgeübt. Vorstandschef Lee McIntire erklärte, beide Seiten hielten am Abschluss fest und arbeiteten die noch offenen Bedingungen ab. Der verstrichene Termin hat damit bislang nicht zur Kündigung durch einen der Vertragspartner geführt.

Am 12. November will Fermi seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Die zugehörige Telefonkonferenz ist für 9 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt. Neben den Geschäftszahlen sollen nach Erwartung des Unternehmens auch die Verhandlungen mit TensorWave zur Sprache kommen; deren Abschluss hat Fermi damit nicht angekündigt.

Verwaltungsräte bleiben trotz verfehlter Mehrheit

Bei der Hauptversammlung vor gut einer Woche erhielten weder Jeffrey S. Stein noch Rick Perry die für ihre Wahl erforderliche Mehrheit aller ausstehenden Aktien. Beide bleiben jedoch im Amt, bis Nachfolger gewählt sind und die Voraussetzungen für die Amtsübernahme erfüllen. Fermi berichtete am Donnerstag über dieses Abstimmungsergebnis.

Bei der Abstimmung war eine Mehrheit der ausstehenden Aktien erforderlich, nicht lediglich eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Aktionäre bestätigten außerdem Ernst & Young als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2026 endet.