Der Börsengang von Fermi Inc. im Oktober 2025 entwickelt sich zum Albtraum für Investoren. Die Aktie des Energie- und KI-Infrastrukturunternehmens ist von ihrem IPO-Preis bei 21 US-Dollar um dramatische 59 Prozent auf nur noch 8,59 US-Dollar abgestürzt. Nun haben Anwaltskanzleien Sammelklagen eingereicht – der Vorwurf: Anlagebetrug.
Was ist beim IPO schiefgelaufen?
Am 1. Oktober 2025 platzierte Fermi rund 32,5 Millionen Aktien zu je 21 US-Dollar am Markt. Im Prospekt präsentierte sich das Unternehmen als Vorreiter für KI-Rechenzentren mit eigener Energieversorgung. Das Flaggschiffprojekt „Project Matador“ sollte der erste Campus seiner Art werden – eine großangelegte nukleare Anlage zur Stromversorgung von KI-Workloads.
Als Zugpferd diente ein „First Tenant“ mit Investment-Grade-Rating. Dieser hatte laut IPO-Unterlagen am 19. September 2025 eine Absichtserklärung für einen Triple-Net-Mietvertrag über 20 Jahre unterzeichnet. Im November 2025 folgte die nächste Erfolgsmeldung: Der Hauptmieter verpflichtete sich über ein „Advance in Aid of Construction Agreement“, bis zu 150 Millionen US-Dollar für die Baukosten vorzustrecken.
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Der Schock vom 12. Dezember
Dann kam der 11. Dezember 2025. An diesem Tag kündigte der First Tenant das 150-Millionen-Dollar-Abkommen – und damit brach das Finanzierungsmodell für Project Matador zusammen. Die Exklusivitätsfrist der Absichtserklärung war abgelaufen. Am nächsten Tag gab Fermi die Nachricht bekannt.
Die Reaktion der Anleger fiel brutal aus: Die Aktie stürzte um 33 Prozent von 15,25 auf 10,09 US-Dollar ab. Fermi versuchte zu beschwichtigen und sprach von laufenden Verhandlungen mit dem First Tenant sowie Gesprächen mit anderen potenziellen Mietern. Doch die Bären hatten längst übernommen.
Vorwurf: Systematische Täuschung?
Die eingereichten Klagen werfen Fermi und seinen Führungskräften schwere Vorwürfe vor. Der Kernvorwurf lautet: Das Unternehmen habe die Nachfrage nach Project Matador systematisch überzeichnet. Zudem sei verschleiert worden, wie stark die Projektfinanzierung von einem einzigen Mieter abhängig war – und dass ein hohes Risiko bestand, dass dieser seine Zusage zurückzieht.
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Die Frist für Anleger, sich als „Lead Plaintiff“ für die Sammelklage zu bewerben, endet am 6. März 2026. Die Klage mit der Bezeichnung „Lupia v. Fermi Inc., No. 26-cv-00050“ wurde beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht. Sie richtet sich gegen Fermi, mehrere Top-Manager und Vorstandsmitglieder sowie die Banken, die das IPO begleitet haben.
Was bedeutet das für Aktionäre?
Für Investoren, die zum IPO-Preis eingestiegen sind, steht ein Verlust von fast 60 Prozent zu Buche. Wer zwischen dem 1. Oktober und dem 11. Dezember 2025 Fermi-Aktien erworben hat, kann sich der Sammelklage anschließen. Die Kanzleien Robbins Geller Rudman & Dowd LLP, Faruqi & Faruqi LLP und Bleichmar Fonti & Auld LLP haben bereits Verfahren initiiert.
Der Fall zeigt einmal mehr: Bei Börsengängen ist Vorsicht geboten – besonders wenn das Geschäftsmodell auf einem einzigen Großkunden aufbaut.
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