Starke Nutzerzahlen treffen auf einen massiven Kursverfall. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 48 Prozent seines Wertes verloren. Anleger suchen derzeit nach Anzeichen für eine Bodenbildung.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 46 Prozent auf 334 Millionen Dollar. Die Zahl der zahlenden Abonnenten kletterte parallel dazu auf 690.000 Nutzer. Das operative Geschäft zeigt somit eine deutliche Dynamik.
Unterm Strich verbuchte Figma allerdings einen Verlust von 142 Millionen Dollar. Hohe aktienbasierte Vergütungen belasteten das Ergebnis massiv. Die Bilanz bleibt stabil: Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über Barreserven von mehr als 1,6 Milliarden Dollar.
Verkäufe in der Chefetage
Die jüngsten Aktienverkäufe von CEO Dylan Field und Finanzchef Praveer Melwani sorgen für Unruhe. Auch Großinvestoren wie Sands Capital Management reduzierten zuletzt ihre Positionen. Marktbeobachter werten dies als vorsichtiges Signal der Führungsebene.
Analysten bewerten die Lage derzeit unterschiedlich. Während JP Morgan ein Kursziel von 42 Dollar ausgibt, liegen RBC und Piper Sandler mit rund 30 Dollar deutlich darunter. Die Aktie notiert aktuell bei 16,64 Euro. Das Papier liegt damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 105 Euro.
Fokus auf die Config-Konferenz
Ende Juni 2026 findet die Entwicklerkonferenz „Config“ in San Francisco statt. Dort will das Management neue Produkte und Strategien gegen den Wettbewerb präsentieren. Das Ereignis gilt als wichtiger Termin für die künftige strategische Ausrichtung.
Für das zweite Quartal prognostiziert Figma einen Umsatz von 350 Millionen Dollar. Damit setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort. Die Präsentation der neuen Produkt-Roadmap Ende Juni bildet den nächsten konkreten Meilenstein für die Bewertung der Aktie.
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