Kurz vor dem Quartalsbericht häufen sich bei First Majestic Silver die bullishen Wetten. Der Optionsmarkt sendet ein klares Signal.
Das Call-Volumen ist auf rund 20.300 Kontrakte gestiegen — etwa dreimal so viel wie üblich. Besonders gefragt sind Calls mit Ausübungspreisen von 21 US-Dollar, fällig am 8. und 26. Mai. Das Put/Call-Verhältnis liegt bei nur 0,22. Das bedeutet: Auf eine Absicherungswette kommen mehr als vier spekulative Kaufwetten. Die implizite Volatilität kletterte auf 74 Prozent — ein Wert, der gut zur tatsächlichen 30-Tage-Volatilität der Aktie von rund 71 Prozent passt.
Die Aktie selbst hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 250 Prozent zugelegt. Allein seit Jahresbeginn beträgt das Plus über 40 Prozent. Mit knapp 19,50 Euro notiert sie derzeit nahe ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
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Q1-Zahlen am 12. Mai im Fokus
Der Auslöser für die Optionsaktivität liegt auf der Hand. Am 12. Mai veröffentlicht First Majestic Silver die Quartalszahlen für Q1 2026 — inklusive der angekündigten Dividende für das Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,29 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 517 Millionen US-Dollar.
Die Produktionszahlen für Q1 liegen bereits vor. Das Unternehmen förderte 3,5 Millionen Unzen Silber und rund 34.300 Unzen Gold. Das entspricht etwa 26 beziehungsweise 28 Prozent der jeweiligen Jahresziele — ein solider Start, auch wenn die Silberproduktion leicht unter dem Vorjahr lag. Grund war ein bewusst abgesenkter Cut-off-Gehalt, den das Management als Reaktion auf höhere Metallpreise einsetzte, um langfristig mehr Ressourcen im Boden zu halten.
Jerritt Canyon und strukturelles Silberdefizit
Operativ treibt First Majestic Silver mehrere Projekte voran. An der Santa-Elena-Mine läuft eine Mühlenexpansion. Bei Los Gatos strebt das Unternehmen einen stabilen Durchsatz von 4.000 Tonnen Erz pro Tag in der zweiten Jahreshälfte an.
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Das größte Vorhaben ist der Neustart der Jerritt-Canyon-Goldmine in Nevada. Seit Anfang April investiert das Unternehmen 75 Millionen US-Dollar in 2026 — die Produktion soll 2027 anlaufen. Grundlage ist eine erweiterte Mineralbasis und eine angepasste langfristige Goldpreisannahme.
Den Rückenwind liefert der Silbermarkt selbst. 2026 dürfte das sechste Jahr in Folge mit einem strukturellen Angebotsdefizit werden. Sinkende Lagerbestände und anhaltend hohe Preise begünstigen primäre Silberproduzenten wie First Majestic Silver direkt.
Wall Street Zen stufte die Aktie Anfang Mai von „Strong Buy“ auf „Buy“ zurück. Das ändert wenig am Gesamtbild: Der Analystenkonsens bleibt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 25 US-Dollar — rund 28 Prozent über dem aktuellen Kurs.
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