Analysten von Emerging Growth Research haben am Mittwoch ihre Einschätzung für First Phosphate aktualisiert. In einem neuen Kurzbericht senkte das Analysehaus die Abzinsungssätze innerhalb seines Bewertungsmodells.
Als Grund nannten die Experten eine fortschreitende Risikominderung sowie einen verbesserten Zugang zu Finanzierungsmitteln für das Unternehmen. Diese Neubewertung folgt auf die jüngste Veröffentlichung massiv gestiegener Ressourcenzahlen für das wichtigste Projekt des Konzerns in Kanada.
Massiver Zuwachs bei den Phosphat-Ressourcen
Bereits am 24. August hatte das Unternehmen einen aktualisierten technischen Bericht nach dem NI 43-101-Standard für das Phosphatprojekt Bégin-Lamarche in Québec vorgelegt.
Die Daten belegen einen Zuwachs der angezeigten Mineralressourcen um 378 Prozent im Vergleich zur ersten Schätzung aus dem Jahr 2024. Der Bericht umfasst detaillierte Kategorien von gemessenen, angezeigten und abgeleiteten Ressourcen auf dem zu 100 Prozent konzerneigenen Gelände.
Medienberichten zufolge sieht CEO John Passalacqua in diesen Ergebnissen die notwendige Grundlage, um das Projekt zügig in die Phase der Machbarkeitsstudie zu überführen. Das Management strebt den Beginn dieser Studie für Ende 2026 oder Anfang 2027 an.
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die notwendigen Genehmigungsverfahren, wobei eine endgültige Investitionsentscheidung für das Jahresende 2027 anvisiert wird. Auch die geplante Notierung an der Nasdaq wird in diesem Zusammenhang als strategischer Schritt zur Erhöhung der Sichtbarkeit am Kapitalmarkt gewertet.
Aktionärsbasis wächst um über 800 Prozent
Die Aktie spiegelt die operative Entwicklung wider und beendete den Handel am Freitag bei einem Kurs von 1,40 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert damit ein Plus von 99 Prozent. Durch die Kurszuwächse der vergangenen Monate bewegt sich das Papier deutlich oberhalb wichtiger technischer Marken wie dem 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 0,8353 Euro liegt.
Neben der operativen Entwicklung stabilisierte First Phosphate am Dienstag auch seine regulatorische und personelle Basis. Das Unternehmen gab die Ergebnisse der Jahreshauptversammlung bekannt, die am Freitag der Vorwoche stattgefunden hatte. Die Aktionäre bestätigten alle fünf nominierten Direktoren im Amt und legten die Größe des Gremiums auf fünf Mitglieder fest. Zudem wurde Davidson & Company LLP erneut als Wirtschaftsprüfer bestellt.
Besonders deutlich zeigt sich das gestiegene Interesse der Anleger in der Entwicklung der Aktionärszahlen. Laut Unternehmensangaben stieg die Anzahl der eingetragenen Aktionäre zum Zeitpunkt der diesjährigen Versammlung auf 12.501. Im Vergleich zum Vorjahr, als noch 1.301 Anteilseigner registriert waren, entspricht dies einem Zuwachs von 861 Prozent.
Neben der Entlastung des Managements stimmten die Teilhaber auch einer neuen Richtlinie zur Vorabmitteilung von Wahlvorschlägen sowie der Fortführung des aktienbasierten Vergütungsplans zu.
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